Martin Pyka: Wie alt ist er wirklich?

Ein Interview von Mira und Laurenz.

Hallo Martin, danke, dass du dir die Zeit für uns genommen hast. Welche Fächer unterrichtest du denn?

Ich unterrichte Sport, Kor und in der Oberstufe Werte und Normen.

Erzähl uns doch bitte, wieso du dich ausgerechnet für diese Fächer entschieden hast?

Da ich mich privat sehr für Sport und Religion interessiere, wollte ich diese beiden Sachen durch ein Studium miteinander verbinden. Außerdem macht es mir einfach Spaß, mit jungen Menschen zusammen zu arbeiten.

Wieso wolltest du diese Sachen denn auf Lehramt studieren?

Wenn ich Sport studiert hätte, wäre ich jetzt sicher an irgendeinen Verein oder Verband gebunden und hätte ich Theologie studiert, wäre ich jetzt an die Kirche gebunden. Da ich aber in dem was ich tue unabhängig sein wollte, habe ich mich letztendlich für das Lehramt entschieden.

Ist der Beruf Lehrer denn jetzt so wie du ihn dir vorgestellt hast?

Er ist sogar noch viel schöner, also echt mein absoluter Traumberuf!

Ich gehe jeden Tag gerne in die Schule, da man viel Abwechslung hat und viele spannende Leute kennenlernt. Es gibt immer die Herausforderung sich auf das Positive zu fokussieren und sich nicht vom Negativen runterziehen zu lassen, aber da es jeden Tag so viel Schönes gibt, kann man wirklich tolle Dinge entdecken und erleben.

Du hast eben schon erwähnt, dass du dich für Religion interessiert. Bist du denn auch selbst religiös?

Ja, ich selbst bin Christ, bin aber der Meinung, das man auch in anderen Religionen Gott begegnen kann. Deswegen befasse ich mich auch sehr viel mit anderen Religionen, wie zum Beispiel mit dem Judentum und dem Islam. Da ich ausgebildeter Yogalehrer bin, sind mir der Hinduismus und der Buddhismus aber auch bekannt.

Gehst du auch regelmäßig in die Kirche?

Soweit ich kann, gehe ich jeden Samstag oder Sonntag in die Kirche.

Als ich noch in Mainz gelebt habe, bin ich mit einem Freund auch regelmäßig in eine Moschee gegangen. Demnächst fahre ich auch wieder in den Aschram, welches ein hinduistisches Yogazentrum ist. (https://de.wikipedia.org/wiki/Aschram)

Ablauf in Aschram (durchgehend schweigend):

1. Atemtechniken anwenden um Energie zu tanken

2. Meditation

3. Mantrasingen

4. Erste Yogastunde

5. Gemeinsames Essen (meist Vegan)

6. Vorträge

7. Yogastunde

8. Abendessen

9. Meditation

10. Mantrasingen

11. Vorträge 

Was machst du sonst noch in deiner Freizeit?

Ich bin Fußballtrainer beim JFV Calenberger Land (http://www.1fc-germania.de/index.php?id=26), gebe Yogakurse und unterrichte derzeit nebenberuflich in Kassel an der Uni Lehramt Studenten, die ich im Bereich Fußball fit mache.

Was gefällt dir nicht so gut an deinem Beruf?

Hmm, da fällt mir ehrlich gesagt spontan gar nichts ein.

Du bist ja vom Alter her gar nicht so weit von deinen Schülern entfernt …

DOCH! Ich bin 32, ich könnte schon Vater sein.

Oh, aber viele Schüler halten dich für aufgeschlossener und nicht so streng, da sie bis jetzt dachten, das du vom Alter nicht so weit entfernt bist, wie die anderen Lehrer.

Echt? Da müsst ihr mal meine Klasse fragen, die meckern immer mit mir, weil ich so streng bin.

Was hälst du davon, das wir die Lehrer duzen dürfen?

Meine These: Es wertet die Schüler auf und wertet die Lehrer nicht ab. Ich glaube jedoch auch, dass es Schüler gibt, die durch das Duzen dazu neigen mit dem Lehrer umgangssprachlich zu sprechen, während sie, wenn sie die Lehrer siezen müssten, mehr darauf achten würden, mit den Lehrern in einer anderen Form als mit ihren Mitschülern zu sprechen.

Was ist für dich Freundschaft?

Freundschaft ist eine Beziehungsform in der ein ganz großes Vertrauen herrscht, da man sich in einer Freundschaft die Meinung sagen muss. Freunde sind dafür da, einem das zu sagen, was einem andere Leute eben nicht direkt sagen würden, wie zum Beispiel wenn man irgendwelche Ticks hat. Des weiteren ist es wichtig, dass man sich für seine Freunde freut und nicht neidisch auf sie wird.

Was würdest du deinen Schülern mit auf den Weg geben wollen?

Das sie sie selbst sein sollen. Außerdem sollte sich jeder einmal mit dem Buch : „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ auseinandersetzten. Das klingt jetzt hart, aber es ist sehr wichtig, dass man sich, solange man noch jung ist, mit den Sachen beschäftigt, die man liebt, damit man am Ende seines Lebens zufrieden und glücklich sterben kann und nicht das Gefühl hat, dass man irgendetwas im Leben versäumt hat.

Noch eine letzte Frage, die sicherlich viele Schüler interessiert: wie viele Nike Pullover besitzt du?

Ich hab einen grauen, einen gelben, einen grünen, zwei schwarze und einen roten, also eine ganze Menge auf jeden Fall. Die werden auch regelmäßig gewaschen.