Kader Yüksekova: Klavier, Kampfsport, Kickboxen.

Ein Interview von Güler, Alketa und Avista.

Mein Name ist Kader Yüksekova, ich bin 29 Jahre alt, ich wohne in Hannover und unterrichte an der IGS Roderbruch.

Was wolltest du als Kind werden?

Ich wollte als Kind Polizistin werden: das hat sich bis zum Zeitpunkt meines Abiturs hingezogen. Ich habe auch den Eignungstest und den Sporttest bestanden und war kurz davor an der Polizeiakademie zu studieren. Dann habe ich nochmal eine Aussprache mit meinen Eltern gehabt und überlegt, ob dies ein Familienberuf ist oder eben nicht. Und dann habe ich noch einmal überlegt: Lehramt oder Polizistin. Und ich habe mich doch fürs Lehramt entschieden, da dies eher ein Familienberuf ist und ich mehr Zeit für meine Familie hätte.

In welchen Schulfächern warst du besonders gut?

Ich war immer in Naturwissenschaften und Mathematik sehr gut, aber in solchen Fächern wie Gesellschaftslehre war ich nicht so gut bzw. war das nicht so meins.

Wer war dein persönlicher Kindheitsheld?

Meine persönliche Kindheitsheldin ist meine Mutter. Ich finde, man muss nicht wahnsinnig viel Bildung haben oder vermögend sein, um eine Heldin zu sein und meine Mutter hat uns sehr viel gegeben. Ich bin heute auch nur wegen ihr da wo ich heute bin, denn sie hat uns finanziell sehr unterstützt. Moralisch hat sie uns auch sehr unterstützt und war immer für uns da.  

Wo und was hast du studiert?

Ich habe in Hildesheim Mathematik und Musik studiert, auf Realschullehramt und mein drittes Wahlpflichtfach ist Soziologie. Ich habe auch Religionswissenschaften studiert.

Wie würdest du deinen Umgang mit den Schülern beschreiben?

Anfangs habe ich von vielen die Rückmeldung bekommen, dass ich eine strenge Lehrerin sei, aber das stimmt nicht, denn am Anfang musste ich natürlich erstmal die Regeln klarmachen. Aber im Nachhinein habe ich bemerkt, dass ein Effekt eintritt und wurde dann lockerer und bin auch auf die Bedürfnisse der Schüler eingegangen.

Mir ist wichtig, dass man als Lehrer versucht, nicht nur seinen Plan und den Stoff durchzuziehen, sondern dass man auch versucht, Dinge aus dem Alltag Sachen zu interpretieren und im Unterricht zu verwenden.

Zum Beispiel habe ich mit den Kinder im Musikunterricht selbst einen Deutschrap realisiert, das heißt, wir haben unsere eigenen Melodien gemacht und Texte verfasst und dann auch mit diesem Lied einen Bezug zur aktuellen Musikrichtung getroffen.  

Würdest du etwas am Beruf Lehrer verändern?

Ich würde mir wünschen, dass wir Lehrer und die Schüler mehr mit Medien zusammenarbeiten könnten, denn die Technik ist schon sehr vorrangeschritten und die Schule hat sich leider nicht so viel weiterentwickelt in diesem Jahrzehnten.

Was machst du in deiner Freizeit?

In meiner Freizeit mache ich gerne Musik, ich singe gerne und spiele auch Klavier, dann habe ich lange Kampfsport gemacht und habe auch Kickboxen und war auch vier Jahre Trainerin von einer Jugendgruppe.

Stell dir vor, du hast plötzlich 1 Million Euro, was würdest du damit tun?

Mir ist erst mal wichtig zu wissen, ob dieses Geld auch auf ehrliche Weise erlangt wurde – dies hat auch mit religiösen Bedienungen zu tun. Ich wünsche mir eigentlich auch keine Million, denn ich möchte mein Geld nach und nach selber verdienen und dann wäre mir dieses Geld auch viel wertvoller, als wenn jemand mir etwas in die Hand drückt.

Ich sage mir auch sehr oft; bitte lieber Gott schenke mir nicht so viel Geld auf einmal, denn ich weiß nicht was ich damit tun würde, aber wenn es so wäre, dann würde ich erstmal spenden.