Verdis Maskenball – Clowns, Tanz und Tod

Die Staatsoper Hannover präsentiert ein Werk, das zwischen Liebe und Verrat, Leben und Tod schwebt. Ein Werk, das kontrastreicher nicht sein könnte. Auf der einen Seite, Clowns, die fröhlich umherspringen, auf der anderen Seite, eine angsteinflößende Wahrsagerin.

König Riccardo, ein lebensfroher, guter und liebenswürdiger Mensch, wird von seinen Dienern im Audienzsaal erwartet. Page Oscar überreicht ihm die Liste der zum kommenden Maskenball eingeladenen Gäste. Unter ihnen befindet sich auch Amelia, die Frau seines besten Freundes und Beraters Renato, in die der König heimlich verliebt ist. Als Renato in vor einer Verschwörung warnt, bleibt der König gelassen. Da tritt der Richter auf mit einem Urteil gegen die Wahrsagerin Ulrica, die des Landes verwiesen werden soll. Der Page Oscar setzt sich für die Wahrsagerin ein und berichtet, dass bisher alles, was sie vorhersagte, auch eingetroffen sei. Riccardo will dies überprüfen und fordert alle Diener auf, ihn verkleidet zur Wahrsagerin zu begleiten.

Riccardo als Seemann verkleidet, ist nun bei der Wahrsagerin Ulrica eingetroffen. Er hat Amelias Diener erkannt und versteckt sich. Als Amelia auftritt, berichtet sie der Wahrsagerin, dass sie jemanden liebe, aber ein Mittel gegen diese Liebe wünscht. Ulrica empfiehlt ihr als Gegenmittel ein magisches Kraut, das vor den Toren der Stadt wächst. Amelia müsse es aber selbst und noch heute nacht pflücken. Sie macht sich auf den Weg. Riccardo will ihr folgen, lässt sich aber zuvor noch seine Zukunft vorhersagen. Ulrica erzählt ihm, dass er bald ermordet werde, und zwar von demjenigen, der ihm als Nächstes die Hand reicht. Riccardo geht mit ausgestreckter Hand zu jedem der Umstehenden hin, doch keiner will diese Hand ergreifen. Da erscheint Renato und begrüßt seinen Freund Riccardo per Handschlag. Dieser lacht über die eben gemachte Prophezeiung. Ulrica aber warnt ihn.

Maskenball
Wahrsagerin Ulrica

Amelia begibt sich zu den Toren der Stadt, um Ulricas Rat zu folgen. Riccardo ist ihr heimlich gefolgt, offenbart ihr seine Liebe und entreißt ihr das Geständnis ihrer Liebe zu ihm.Sie hören Schritte. Amelia kann gerade noch mit einem Schleier ihr Gesicht verbergen, als auch schon ihr Ehemann, Renato, auftaucht. Er teilt Riccardo mit, dass Verschwörer im Anmarsch seien, die ihn ermorden wollen. Riccardo übergibt Renato die Frau mit dem Befehl, den Schleier der Dame nicht zu lüften. Dann eilt er davon. Die Verschwörer erscheinen und sind enttäuscht, da sie nur den Berater mit einer Dame vorfinden. Wenigstens wollen sie wissen, wer die Dame sei. Renato will die sie mit dem Schwert vor den Zudringlichkeiten der Verschwörer schützen, als plötzlich Amelia sich den Schleier selbst herunterreißt. Renato ist entsetzt: Seine Frau bei Nacht mit dem König vorzufinden. Die Verschwörer verhöhnen ihn. Rasend vor Eifersucht, lädt Renato die Verschwörer für den nächsten Tag in sein Haus ein.

Renato will seine Frau töten, schenkt den Beteuerungen ihrer Unschuld kein Gehör. Lediglich einen Aufschub kann sie erwirken, ihr Kind noch einmal sehen zu dürfen.

Renato wird immer wütender und beschließt, lieber Riccardo für die Untreue zu bestrafen als seine eigene Frau. Da treten die Verschwörer zu ihm. Das Los soll entscheiden, wer den König töten soll. Amelia, die soeben ins Zimmer zurückkommt, soll das Los ziehen. Es fällt auf Renato. In diesem Augenblick erscheint der Page Oscar und überbringt die Einladung zum Maskenball. Amelia ahnt, dass der Ball zur Falle für den König werden soll und warnt ihn in einem anonymen Brief vor einem Mordanschlag. Doch dieser ist kein Feigling und nimmt an dem Ball teil.

Das Fest ist in vollem Gange. Die Verschwörer – unter ihnen Renato – mischen sich unter die maskierten Gäste. Renato versucht vom Pagen Oscar zu erfahren, hinter welcher Maske sich Riccardo verbirgt. Doch Oscar verrät nichts. Amelia erkennt jedoch Riccardo. Beide treffen sich abseits und verabschieden sich voneinander. Als beide auseinandergehen wollen, streckt Renato mit einem Dolchstoß den Graf Riccardo nieder. Die Menge ist aufgebracht und will sich auf den Mörder stürzen. Riccardo nimmt ihn jedoch in Schutz. Er schwört seinem Freund, dass zwischen Amelia und ihm nichts Unziemliches vorgefallen sei. Riccardo vergibt seinem Mörder und stirbt. Die Prophezeiung Ulricas hat sich erfüllt.

   Maskenball


Was lernen wir daraus: Falls man eine anonyme Warnung erhält, dass sich auf einer Veranstaltung, die man besucht, ein Mörder befinden wird, sollte man vielleicht doch lieber absagen…

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