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Der Drachentöter. Ein Märchen von Merle Thea Rebentisch.

Es war einmal ein Junge. Der hieß Leon. Er wohnte mit seinen Eltern an einer Mühle, da sein Vater Müller war. Es war Winter und bitterkalt.

Die Ernte im Sommer war schlecht gewesen. Das Vieh war verhungert und so gab es kaum etwas zu Essen. So kam es, dass der Vater eines Tages sprach: ,,Wir haben kein Essen mehr, und die Mühle läuft nicht gut! Wie sollen wir uns ernähren? Ich werde zum Schloss gehen, und den König um weniger Steuern bitten.“

„Aber Vater!“ sprach Leon „Das ist viel zu gefährlich!“ „Aber ich muss losziehen!“ „Dein Vater hat Recht Leon! Wie haben kaum etwas zu essen.“ sprach die Mutter. Da sagte Leon: „Dann will ich mit dir ziehen!“ „Leon, du bist noch ein Kind, das ist zu gefährlich!“ sagte die Mutter entsetzt. „Genau, es ist gefährlich! Auch für einen jungen Mann!“ konterte Leon. Die Mutter und der Vater gaben es auf mit ihm zu diskutieren. Und so kam es, dass der Sohn und der Vater gleich am nächsten Tag alle Sachen zusammensuchten, die sie brauchten. Als alles gepackt war, verabschiedeten sie sich von der Mutter. „Passt gut auf euch auf!“ sagte sie mit Tränen in den Augen und umarmte sie beide. Dann zogen sie los.

Sie zogen über viele, viele Felder und machten an vielen Quellen halt um zu trinken. Schließlich nach 2 Tagen Marsch sahen sie endlich die hohen Türme vom Schloss in den Himmel ragen. Von nahem sah das Schloss noch viel edler aus als von weitem. Das Tor hatte goldene Beschläge und zwei Wachen mit Speeren standen davor. Die hohen Türme ragten angsteinflößend in den Himmel empor. Auf den ersten beiden Türmen wehten zwei riesige Flaggen mit dem Wappen des Schlosses, einem Drachen der mit einem Ritter kämpfte. Der Ritter saß auf einem nachtschwarzen Rappen und hielt ein langes Schwert in der Hand. Der Drache hatte grüne glänzende Schuppen, und ein Feuerstrahl schoss aus seinem Maul in den schwarzen Himmel.

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Plötzlich hatte Leon das Gefühl, dass sich das Wappen bewegte. Er blinzelte und starrte das Wappen an, nichts rührte sich. „Ist alles in Ordnung mit dir?“ fragte der Vater. „Ja, ist alles ok“ sagte Leon. Sie betraten die Zugbrücke und einer der Wachen trat ihnen entgegen. „Was wollt ihr?“ donnerte er. Der Vater antwortete: „Wir möchten den König sprechen.“ „Der König hat zu tun“, sagte die Wache kühl. „Es ist aber wichtig.“ sagte der Vater verzweifelt. „Na gut, kommt mit.“ Die Wache führte sie durch das Tor, auf den Schlosshof. Sie gingen zu einer großen Tür am Ende des Schlosshofes. Die Wache öffnete sie und schob die Beiden hinein. Sie waren jetzt auf einem großen, langen Gang. Am Ende des Ganges war eine große Tür mir vielen Schlössern und Eisenketten. In die Tür eingraviert war: „Schatzkammer“, flüsterte Leon. Zwei Wachen mit Speeren standen davor und starrten sie grimmig an. „Los jetzt!“ sagte die Wache und riss Leon aus seinen Gedanken. Sie gingen weiter den Gang hinab, bis sie vor einer großen Flügeltür standen. Auch hier standen zwei Wachen. „Die hier wollen mit dem König sprechen!“ sagte die Wache die sie gebracht hatte zu den zwei anderen Wachen. Die nickten nur kurz und öffneten die Türen. Sie traten ein. Der König saß auf seinem Thron und zählte Goldstücke. „Was gibt es?“ fragte der hoheitsvoll. „Entschuldigung für die Störung Majestät, aber die hier wollen mit euch sprechen.“ „Tretet näher.“ sagte der König. „Wegen welchem Anliegen seid ihr hier?“ „Guten Tag Majestät.“ sagte der Vater. „Auch guten Tag, aber was wollt ihr?“ fragte der König ungeduldig. „Wir wollten sie fragen Majestät ob sie uns die Steuer verringern könnten. Wir haben kaum Geld um uns zu ernähren! Wenn wir weniger Steuern zahlen müssten…“ „Weniger Steuern? Wer redet denn von so was!“ sagte der König wütend. „Wenn ihr weniger bezahlt, werden auch die anderen weniger Steuern zahlen wollen.“ „Aber Majestät…“. Der Vater wurde unterbrochen von einer Wache die kreidebleich hereingestürmt kam. „Majestät, Majestät, der Drache ist da! Er steht vor dem Schloss und fackelt das Tor ab!“

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„Ich komme“, sagte der König und stürmte nach draußen. „Vater“ „Ja, Leon?“ „Ist der Drache gefährlich?“ „Ja, er ist sehr gefährlich.“ „Er lebt schon ewig hier. Er liebt Edelsteine und alles andere Wertvolle. Er kann es schon von weitem riechen.“ „Aber warum greift er nie das Dorf an?“ „Weil er weiß, dass er im Dorf nicht viel Ausbeute haben wird, viele sind arm. Aber jetzt lass uns schnell zum König gehen!“ Sie liefen den Gang entlang. Rannten durch den abgebrannten Schlosshof und durch das abgebrannte Tor. Sie blieben abrupt stehen. Vor ihnen stand eine Reihe schwerbewaffneter Wachen. Der König stand mit einem Revolver hinter ihnen. Der König war anscheinend bereit, sein Gold mit dem Leben zu beschützen. Doch jetzt kam der Drache in Bewegung. Er hob eine seiner großen Pranken und schob die Wachen vor ihm einfach aus dem Weg, wie Spielkarten vom Tisch. Sie blieben bewusstlos liegen. Der Drache stand jetzt vor dem König. Sie sahen, dass der König vor Angst bibberte. Aber er rührte sich keinen Millimeter. Leons Vater hob einen der Speere hoch, den die Wachen verloren hatten. Leon tat es ihm nach. Der König schoss mit dem Revolver, doch die Kugel prallte einfach ab. Der Drache wollte gerade ausholen um dem König einen tödlichen Schlag zu versetzen, als Leon den Speer fallen ließ und geschickt am Bein des Drachen hochkletterte. Er saß oben am Nacken des Drachen und klammerte sich verzweifelt an den schimmernden Schuppen des Drachen fest. Von hier oben konnte er direkt auf das Wappen mit dem Ritter und dem Drachen gucken. Oh Gott was soll ich bloß tun? Fragte Leon sich in Gedanken. Plötzlich hatte Leon wieder das Gefühl, das sich das Wappen bewegte. Alles wurde auf einmal leise, er hörte nicht mehr die verzweifelten Rufe von seinem Vater er solle runterkommen, er hörte auch nicht mehr das wütende Schnauben des Drachen, der ihn versuchte abzuschütteln. Er hörte gar nichts mehr, außer einer Stimme in seinem Kopf. Der Ritter auf dem Wappen hob sein Visier. Und Leon hörte seine Stimme in seinem Kopf: Der Drache hat nur zwei Schwächen. Die erste Schwäche ist, das er überall kitzelig ist und seine zweite Schwäche ist, das Schwert, das magische Schwert des Drachenkönigs. Dieses Schwert ist die einzige Waffe mit der man den Drachen besiegen kann. Doch das Schwert ist seit Jahrhunderten im Wald verschollen! Da verklang die Stimme und Leon war wieder in der normalen Welt. Das Visier des Ritters war noch oben und er schien ihm zuzuzwinkern. Dann schloss sich das Visier. Die Worte des Ritters aber klangen in Leons Kopf nach… seine erste Schwäche ist, das er überall kitzelig ist…! Das war es was Leon tun musste: er musste den Drachen kitzeln! Er fing an zu kitzeln und der Drache wand sich vor Lachen. Dann wich er vom Schloss zurück, breitete die Flügel aus und hob ab. Gerade noch rechtzeitig sprang Leon ab und lief seinem Vater in die Arme. Der König kam angelaufen und sprach: „Vielen Dank, Du hast mein Leben gerettet! Ich habe schon so viele Drachentöter ausprobiert und keiner von ihnen ist lebend zurückgekehrt. Ich denke du hättest gute Chancen den Drachen zu besiegen!“ „Aber er ist doch noch ein Kind, das geht doch nicht!“ sagte der Vater. „Wenn er den Drachen besiegt, dann bekommt ihr so viel Gold wie ihr wollt.“ sagte der König verzweifelt. Wenn er nicht da gewesen wäre, wäre ich jetzt tot!“ „Aber…“ fing der Vater an. „Vater, mach dir keine Sorgen, ich schaff das schon!“ sagte Leon. „Das heißt, du willst losziehen um den Drachen zu besiegen?“ fragte der Vater und guckte ihn mit großen Augen an. „Ja, sagte Leon entschlossen. Ein paar Tage später, als Leon wieder zu Hause war, packte er seine Sachen für die Reise. Seine Eltern hatten zwar gebettelt und gefleht, aber Leon war entschlossen. Der König hatte ihnen sogar ein bisschen Geld im Voraus gegeben. Ein paar Münzen steckte er ein, den Rest behielten seine Eltern. Am nächsten Tag brach er auf. Seine Eltern hatten beim Abschied geweint, aber Leon hatte seine Meinung nicht geändert.

Jetzt lief er durch den Wald, immer auf der Hut vor dem Drachen oder anderen Gefahren. Plötzlich hörte er ein hohes quieken. Er blickte über den Tümpel und sah einen langen Ast der über den Tümpel ragte. An dem Ast hing ein Eichhörnchen, das sich mit den Vorderpfoten an den Ast klammerte. Die Hinterbeine baumelten in der Luft. Wenn es abrutscht, würde es in den Tümpel fallen und ertrinken. Leon handelte schnell. Er kletterte flink wie ein Äffchen den Stamm hoch, balancierte auf dem Ast zum Eichhörnchen, bückte sich und nahm es in die Hand. Es zappelte und quiekte vor Angst. Er brachte es sicher auf den Boden und sah es an. Es starrte ihn mit vor Schreck geweiteten Augen an. „Du brauchst keine Angst zu haben! Jetzt bist du sicher.“ sagte er und setzte es auf den Boden. Das Eichhörnchen starrte Leon immer noch an. „Na, jetzt lauf!“ sagte Leon. Das Eichhörnchen drehte sich um und flitzte davon. Da fiel Leon das Schwert ein. „Hey, ich muss dich noch was fragen. Komm zurück!“ rief er dem Eichhörnchen hinterher. Leon dachte schon es kommt nicht mehr und wollte weitergehen als es zwischen den Bäumen hervorgeflitzt kam. „Was ist los?“ fragte es. „Was? Hast du was gesagt?“ fragte Leon entgeistert. „Ja, habe ich!“ sagte das Eichhörnchen empört. Ich heiße Ferdinand und du?“ „Ich heiße Leon.“ stotterte Leon. „Ach, danke übrigens, dass du mich gerettet hast!“ sagte Ferdinand und grinste. „Aber was wolltest du mich denn nun fragen?“ „Ich wollte dich fragen, ob du irgendwo ein Schwert gesehen hast?

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Es soll dem Drachenkönig gehört haben.“ „Hm…an ein Schwert kann ich mich nicht erinnern und an einen Drachenkönig auch nicht! Tut mir leid!“ sagte Ferdinand. „Aber wenn du mal Hilfe brauchst, pfeif einfach dreimal durch die Zähne und ich bin da! Das kannst du doch, oder?“ „Ja, natürlich!“ sagte Leon. „Gut, dann bis hoffentlich bald! Ich meine, das wir uns treffen hoffentlich und nicht das du meine Hilfe brauchst.“ sagte Ferdinand und winkte zum Abschied mit seinem buschigen Schwanz. „Tschüss Ferdinand!“ sagte Leon doch Ferdinand war schon verschwunden. Er ging viele, viele Stunden.

Irgendwann kam er auf eine Lichtung. Auf der Lichtung stand ein Hirsch dessen Huf klemmte zwischen zwei Steinen. Er wimmerte vor sich hin. …bis er Leon entdeckte. „Kannst du auch reden?“ fragte Leon vorsichtig. „Ja, in diesem Wald kann jedes Tier reden! Aber bitte hilf mir hier heraus, das tut so weh!“ sagte der Hirsch. Leon ging vorsichtig an den Hirsch heran und nahm den ersten Stein vom Huf. Der Hirsch schrie vor Schmerz auf. „Oh tut mir leid!“ sagte Leon und zuckte zurück. „Ist schon ok! Mach weiter.“ Leon nahm den zweiten Stein herunter und der Hirsch zuckte nur kurz zusammen. Dann lief er über die Lichtung, glücklich frei zu sein. „Oh, vielen, vielen Dank sagte er glücklich. „Wie heißt du eigentlich? Ich bin Leon!“ sagte Leon. „Ich heiße Oliver!“ sagte der Hirsch. „Oh schöner Name. Sag mal, weißt du vielleicht irgendwas von einem Schwert oder einem Drachenkönig?“ „Mm… . Ich weiß nicht, ich glaube nicht aber ich liebe alte Gegenstände. Ich habe ganz viele Sachen die ich irgendwo gefunden habe, aber ich weiß nicht ob ein Schwert dabei ist.“ „Ähm… dürfte ich die mal sehen?“ fragte Leon. „Ja, natürlich, hier sieh!“ sagte der Hirsch und hielt an einem hohlen Baumstamm an. „Stimmt hier ist wirklich kein Schwert. Aber trotzdem Vielen Dank! Ich muss jetzt weiter.“ sagte Leon. „Tschüss!“ rief Oliver ihm hinterher. Leon drehte sich um und winkte zum Abschied.

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Er ging weiter und immer weiter. Bis er schließlich an eine Quelle kam. Dort schaute er sich um: Überall nur Bäume… Plötzlich schoss eine kleine Maus aus dem Dickicht und versteckte sich hinter seinen Beinen.

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Vor ihm kam ein Fuchs schlitternd zum Stehen. „Geh weg da, du Mehlsack!“ sagte der Fuchs. „Die Maus gehört mir!“ sagte Leon und nahm die Maus in die Hand und drückte sie an sich. „Sie gehört nicht dir. Geh weg!“ „Ich werde erst gehen, wenn ich diese Maus habe!“ „Sie gehört aber nicht dir!“ sagte Leon. „Ja, und dir auch nicht!“ erwiderte der Fuchs, der jetzt sichtlich wütend war. „Das habe ich auch nicht gesagt!“ beschwerte sich Leon. Der Fuchs bäumte sich bedrohlich auf und Leon machte einen Schritt rückwärts. Er sah keine andere Chance als wegzulaufen. Er rannte los. „Feigling, Feigling!“ rief der Fuchs. Abrupt blieb Leon stehen und drehte sich wütend um: „Ich bin kein Feigling!“ schrie er den Fuchs an. Doch der zuckte nur mit dem Ohr und sagte gelassen: „Dann beweis es und gib mir die Maus!“ Leon überlegte und kam zu einem Entschluss. Er setzte die Maus auf den Boden vor den Fuchs. Sie zitterte. Der Fuchs schleckte sich das Maul. Doch diesen Augenblick nutzte Leon um den Fuchs am Schwanz zu nehmen und ihn über seinen Kopf zu schleudern. Am Ende warf er ihn ins Gebüsch. „So, der findet nicht so schnell zurück. Dem muss ganz schön übel sein. Der „Arme“!“ Er hob die Maus hoch und fragte: „Alles ok mit dir?“ „Jaaaa!“, stottere die Maus. „Vielen Dank! Wie heißt Du?“ fragte sie. „Ich heiße Leon und Du?“ „Ich heiße Frau Maus!“ „Ah, sagen sie mal Frau Maus, haben sie etwas von einem Schwert und einem Drachenkönig gehört?“ „Nein, tut mir leid!“ sagte sie. „Kein Tier welches ich bis jetzt gefragt habe, weiß etwas davon. „Ach, sie haben schon andere Tiere gefragt? Wen denn?“ „Ein Eichhörnchen und einen Hirsch! Wieso?“ „Hießen sie zufällig Ferdinand und Oliver?“ „Ja!“ „Oh, ich kenne die Beiden gut. Sie sind meine Freunde!“ Aber jetzt muss ich los Nüsse sammeln.“ „Ok, Tschüss!“ rief Leon ihr hinterher. Er wanderte weiter. Bis er an eine große Lichtung kam. Auf der Lichtung war eine Höhle und vor der Höhle lag, zu Leons Schrecken, der Drache und schlief. Er blieb vor Schreck starr stehen und guckte den Drachen an. Plötzlich hob der Drache ein Augenlid an. Als er Leon sah, sprang er wutschnaubend auf und kam auf ihn zu. Verzweifelt blickte er sich um. Nichts da um sich zu verstecken. Er pfiff dreimal durch die Zähne. Er glaubte nicht, dass Ferdinand ihm helfen konnte, aber einen Versuch war es wert. Er flitzte so schnell er konnte durch die Beine des Drachen. Er versuchte ihn zu verwirren… Plötzlich hörte er einen lauten Pfiff. Er blickte zum Waldrand. Da standen Ferdinand, Oliver und Frau Maus. Oliver trug ein langes verrostetes Ding in seinem Maul. Leon wollte zu ihnen laufen doch Frau Maus schüttelte den Kopf. Ferdinand flitzte auf die andere Seite der Lichtung, kletterte auf einen Baum und fing wie verrückt an zu pfeifen.

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Der Drache wirbelte herum und ging zu Ferdinand. Nachdem sie Leon versichert hatte, das Ferdinand alles unter Kontrolle hatte, ging er zu Oliver und fragte ihn: „Was ist das?“ „Wir glauben, dass es das Schwert ist, nachdem du suchst.“ sagte er aufgeregt. „Darf ich mal?“ fragte Leon. „Ja, bitte.“ Leon nahm das rostige Schwert in seine Hand und Kraft durchströmte ihn. Das Schwert in seinen Händen veränderte sich. Erst bildeten sich kleine goldene Flecken, dann erschienen auf dem Griff Edelsteine und am Ende war das Schwert komplett golden und über und über mit Edelsteinen besetzt. Er blickte es fasziniert an. Das musste das Schwert sein von dem der Ritter gesprochen hatte. Er ging auf die Lichtung und gab Ferdinand ein Zeichen, das er aufhören könne den Drachen abzulenken. Leon pfiff durch die Zähne und der Drache drehte sich ganz schnell zu ihm um. Leon nutzte den kurzen Augenblick um auf den Rücken des Drachen zu klettern. Er klammerte sich fest und holte mit dem Schwert aus um dem Drachen den Kopf abzuhacken. Das Schwert traf sein Ziel und der Drache schlug mit einem lauten Knall auf den Boden auf. Leon kletterte vom blutüberströmten Körper des Drachen und lief zu seinen Freunden, die alles erstaunt mit angesehen hatten. „Du hast es tatsächlich geschafft, den Drachen zu besiegen! Ich glaub es nicht!“ „Ich auch nicht!“ sagte Leon völlig sprachlos. „Hey, und was ist mit mir? Ich habe den Drachen schließlich die ganze Zeit abgelenkt!“ rief Ferdinand empört. Leon fing an zu lachen und die anderen stimmten mit ein. „Du warst auch super!“ sagte Leon. „Aber ich denke, ich muss jetzt auch gehen. Ich muss zurück zu meinen Eltern!“ „Ok, aber wir begleiten dich noch bis zum Waldrand. Okay?“ fragte Oliver. „Okay!“ sagten Frau Maus und Ferdinand im Chor. Sie gingen los, der Weg war lang. Zu Beginn schwang sich Ferdinand über ihren Köpfen durch die Baumwipfel. Frau Maus versuchte tapfer auf dem Boden, im Laufschritt mitzuhalten. Am Ende, kurz vor dem Waldrand kam Ferdinand und setzte sich erschöpft in Olivers Geweih. Auch Frau Maus war mit ihren Kräften am Ende und Leon trug sie das letzte Stück. Als sie am Waldrand ankamen verabschiedete sich Leon von seinen Freunden.

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Er hatte sie nicht lange gekannt, aber es tat trotzdem weh sie zurück zu lassen. Nachdem sie sich verabschiedet hatten, ging Leon weiter. Drei Tage und Nächte lief er, dann endlich sah er das Dorf. Auf dem letzten Stück fing er an zu rennen. Als er an der Mühle ankam, klopfte er wie verrückt an die Tür. Seine Mutter öffnete die Tür. Als sie Leon sah, schloss sie ihn in die Arme. „Leon, mein Schatz! Da bist du ja wieder!“ Auch sein Vater kam angelaufen. „Leon, mein Sohn! Endlich bist du wieder da!“ „Und, hast du es geschafft?“ fragte die Mutter. „Ja, sagte Leon und erzählte ihnen die ganze Geschichte.

Ein paar Tage später holten sie sich den Lohn vom König. Dieser war überglücklich, dass der Drache endlich besiegt war.

Sie mussten nie mehr hungern und es ging ihnen alle Zeiten gut. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

-Ende-

 

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