Von Tennis bis Tafeldienst: Verena über ihren Lehrerinnen-Alltag

Im Gespräch mit Amira öffnet Verena Winkelbach das Fenster zu ihrem beruflichen und privaten Leben. Als Pädagogin der Fächer Deutsch, Gesellschaftslehre, Sport und KOR gibt sie uns Einblicke in die Herausforderungen und Freuden ihres Lehreralltags.

Wir legen los: Mein Name ist Verena Winkelbach. Im Moment unterrichte ich in der 5/6 und meine Fächer sind Deutsch, Gesellschaftslehre, Sport und KOR.

Was wolltest Du als Kind eigentlich werden?

Eigentlich wollte ich Kindergärtnerin werden, und ich absolvierte auch ein Praktikum in diesem Bereich. Doch stellte ich fest, dass mir diese Tätigkeit – das Spielen und Basteln mit den Kindern – nicht ausreichte. Ich wollte den Kindern mehr beibringen. Daher war mir schnell klar, dass ich Lehrerin werden wollte.

Und was machst Du so gern in deiner Freizeit?

Ich spiele gerne Tennis und treffe mich natürlich auch gern mit Freunden oder meiner Familie.

Wie findest Du das Schulsystem in der IGS? Ist das verbesserungswürdig? Wenn ja, wie? Und wie empfindest Du das Schulsystem unserer Schule?

Das Schulsystem der IGS finde ich gut. Mir fällt spontan nichts ein, was ich daran verbessern würde. Generell könnte man über die Schulsysteme nachdenken, ob eine Reform notwendig ist, aber das Prinzip der IGS überzeugt mich persönlich.

Könntest Du dir einen anderen Beruf vorstellen, und wenn ja, welchen?

Es wird immer schwieriger, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, da jeder individuell ist und seine eigenen Probleme mitbringt. Daher muss man viele Gespräche führen und die Kinder besser kennenlernen. In meinem zweiten Leben könnte ich mir vorstellen, Kinderpsychologin zu werden.

Gibt es ein Ziel oder einen Traum, den Du in deinem Berufsleben noch erreichen möchtest?

Nein, ich hatte bereits eine Funktion als Jahrgangsleiterin inne und bin mit meiner aktuellen Position zufrieden.

Okay, wie ist es, wieder eine fünfte Klasse zu unterrichten? Vermisst Du deine alte Klasse und was ist der Unterschied?

Ich vermisse meine alte Klasse sehr, da ich zu meinen ehemaligen Schülern einen sehr engen Draht hatte. Der Wechsel von der zehnten zur fünften Klasse war groß, da man ganz anders arbeiten und kommunizieren muss. In der fünften Klasse muss man mehr pädagogisch arbeiten, Streitigkeiten klären und Verhaltensregeln neu erarbeiten. Es ist eine ganz andere Art des Arbeitens.

Was hat dich dazu bewogen, wieder als Lehrerin zu arbeiten?

Ich wollte den Kindern immer etwas beibringen und mit ihnen arbeiten. Meine Mutter erzählte mir, dass ich schon als Kind gern Lehrerin spielte, obwohl ich mich selbst nicht daran erinnern kann. Doch stand für mich früh fest, dass ich diesen Beruf ergreifen wollte.

In welchen Klassenstufen findest Du es besser oder leichter zu unterrichten?

Ich schätze die Möglichkeit, in verschiedenen Klassenstufen zu arbeiten, da dies Abwechslung bringt und ich nicht immer mit derselben Altersstufe arbeite. Jede Klassenstufe hat ihre Vor- und Nachteile sowie Herausforderungen.

Wie schaffst Du es, immer gut gelaunt in die Schule zu kommen? Ist das einfach oder eher schwierig?

Grundsätzlich gehe ich sehr gerne zur Arbeit, was mir auch Spaß macht. Ich strahle wohl oft gute Laune aus und möchte, dass auch die Kinder gut gelaunt sind und Spaß am Lernen haben. Ich hoffe, dass sich das auf sie überträgt.

Wie viele Versuche hast Du für deinen Führerschein gebraucht und wie war das Gefühl für dich?

Ich habe meinen Führerschein in England gemacht und bestand beim ersten Mal, obwohl es eine Herausforderung war, alles auf Englisch zu machen und im Linksverkehr zu fahren. Ich war natürlich sehr stolz, dass ich das geschafft habe.

Dann bedanke ich mich nochmal, dass Du das hier ermöglicht hast und dass wir dieses Interview führen konnten.

Danke auch dir.

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