Lehrerinterview mit Sarah Schimmack

 Lehrerinterview von Marlene, Noa und Luis

Hallo Sarah, welche Fächer unterrichtest du?

Deutsch, Kunst, Sport und KOR.

Warum bist du an die IGS Roderbruch gekommen?

Mir wurde mein Referendariatsplatz damals hier zugelost. Dann wurde eine Stelle ausgeschrieben und die habe ich dann bekommen. Ich konnte mir das zum Referendariat nicht aussuchen an welche Schule ich komme. Bin aber froh hier zu sein und bin bewusst hier geblieben.

In welchem Bereich und mit welcher Schülergruppe arbeitest du?

Im Primarbereich, mit hauptsächlich 1. und 2. Klässlern.

Was waren deine Schwächen in der Schule?

Physik und Chemie

Wolltest du schon immer Lehrerin werden?

Nein, ehrlicherweise nicht. Ich wollte eigentlich Architektin werden. Ich habe dann ein Praktikum gemacht und festgestellt, dass das sowas von einsam war und nur mit Zahlen und wenig mit Menschen. Dann habe ich ein paar Praktika gemacht, im Kindergarten und in der Schule. Dann hab ich gemerkt, dass ich das lieber machen würde.

Was wärst du geworden, wenn du keine Lehrerin geworden wärst?

Architektin wahrscheinlich.

Was machst du in deiner Freizeit?

Ich skate, ich reite, Krav Maga (mache ich gerade nicht mehr so viel) und Freunde und Familie. Außerdem male und schreibe ich.

Wenn du was ändern könntest, würdest du etwas am deutschen Schulsystem ändern?

Man sagt immer die Pisa-Studien Werte und so sind ja nicht so doll und generell gibt es sehr viele Kritikpunkte, deswegen habe ich jetzt keinen Generalpunkt. Was ich wichtig finde oder was ich mir wünschen würde wäre mehr Projektunterricht. Ich fände das sinnvoll, da einfach mehr Fähigkeiten, die schon erworben worden sind benutzt werden können, und einfach Fähigkeiten die genau dafür gebraucht werden, erworben werden können. Das ist nicht so Lehrerinhalt, also dass man etwas lernt und nicht weiß wofür man es braucht. Bei Projektarbeit kann das konkreter werden. Wichtig dafür ist aber auch, dass die Lehrkräfte Zeit dafür kriegen, dies zu planen und zu reflektieren. Dann ist man als Lehrkraft eher Lernbegleiter und kann aus seiner Sicht dann möglichst viel dar- und anbieten worauf dann zurückgegriffen werden kann. Außerdem denke ich, dass es gut ist, dass wir halt dann auch die Entwicklung sehen und nicht nur das Endergebnis. Wenn es immer nur so ist: du lernst etwas, spuckst es aus und dann wird’s bewertet, das finde ich verkehrt. Bei Projektarbeit sieht man den Prozess, bzw. was dazugekommen ist.

Was gibst du deinen Schüler:innen für ihren weiteren Schulverlauf mit?

Ich probiere immer zwischendurch, also durch Gespräche, den Schülern beizubringen, dass es wichtig ist, dass man Stärken hat und, dass man sich diesen voll bewusst sein darf und drauf stolz sein darf. Andererseits aber, dass man auch Baustellen hat bzw. Dinge die man noch nicht so gut kann, an denen man aber arbeiten kann. Da darf man ruhig ehrlich zu sich selbst sein und merken, dass es okay ist und, dass wir hier sind um gemeinsam daran zu arbeiten.

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