Kinderkanäle auf YouTube

Ein Bericht von Maaret, Isabela und Antonia

Heutzutage haben immer mehr Kleinkinder Zugang zum Internet, ohne Einschränkungen der Eltern, beispielsweise Handysperren. Häufig wird die Internetaktivität der Eltern auch nicht kontrolliert. Im Jahr 2022 ist das Internet wichtiger Bestandteil unseres Alltages. Das beginnt schon im Kindergarten, nicht nur bei Erwachsenen. Eine Studie der Zeit online https://www.zeit.de/digital/mobil/2019-05/mediennutzung-smartphone-kinder-jugendliche-digitalverband-bitkom-studie hat bewiesen , dass drei von vier Zehnjährigen ein eigenes Smartphone oder Tablet haben. Im Vergleich zu dem Jahr 2014 von 55% ist dies auf 75% gestiegen.

Viele Eltern nutzen das Internet als Ablenkung, um ihre Kinder zu beschäftigen. Das führt dazu, dass Kinder immer das Handy als Ablenkung benötigen und sich nicht spielerisch beschäftigen können. Außerdem nehmen sich viele Kinder ein Vorbild an der Handynutzung der Eltern. Dazu tragen die vielen YouTube Kanäle bei, die kinderfreundlichen Content veröffentlichen, jedoch stellt sich dann die Frage, ob diese auch so kinderfreundlich sind wie sie vorgeben. Da wären zum Beispiel der mit berühmteste Kanal Cocomelon, welcher ausführlich viele Kinderlieder spielerisch darstellt, die Kinder im Kindergarten lernen.

Da gibt es aber auch Kinderkanäle, die ein wenig unbekannter sind wie Cooler2000, die die Schattenseite von YouTube Kids darstellt, hier werden verstörende Bilder beziehungsweise Cartoons gezeigt und in Verbindung mit Horrorgestalten gesetzt. Dabei werden Schimpfwörter sowie Gewalt verharmlost, was dazu führt, dass Kinder dies im Alltag nach immitieren, da dies in den Videos Gewalt und Waffen normalisiert werden und als etwas nicht Verbotenes dargestellt wird. Dies kann dazu führen, dass Kinder kein Bewusstsein dafür entwickeln, was richtig oder falsch ist, wie zum Beispiel Fehlverhalten im Kindergarten.

In dem Video oben kämpft ein Mann als bekannte Marvel Helden gegen Sirenenheads, bekannt aus Creepy Pasta von Trevor Henderson.

Zu diesem Thema haben wir auch einen Grundschullehrer interviewt.

Könnten Sie sich bitte kurz vorstellen?

Mein Name ist Alex Lückert, ich bin 50 Jahre alt und Lehrer an der Grundschule Tegelweg.

Wie sieht Ihr Alltag in der Grundschule aus?

Ich komme morgens zu Schule und bereite den Unterricht vor. Ab acht Uhr erteile ich Unterricht in einer 3. Klasse: Deutsch, Sachunterricht, Englisch, Sport, Religion. Außerdem erteile ich Fachunterricht: Englisch in zwei 4. Klassen und in einer anderen 3. Klasse Englisch und Sport. Nachmittags bereite ich den Unterricht nach, kopiere und treffe mich mit Kolleginnen und plane mit denen Unterricht.

Sind Sie der Meinung, dass soziale Medien im generellen Kinder und ihr Verhalten beeinflussen?

Ja, es gibt schon Grundschulkinder, die TikTok-Videos angucken und diese TikTok-Videos dann zum Teil auf dem Schulhof nachspielen. Das ist manchmal lustig, wenn es um Tänze geht, aber manchmal auch gefährlich, wenn sie irgendwelche merkwürdigen Pranks nachspielen. Zum anderen gibt es viele Kinder, die schon auf Instagram oder WhatsApp unterwegs sind, da gibt es manchmal Situationen, wo Kinder sich kloppen, weil einer auf Instagram oder auf WhatsApp irgendwas falsch kommentiert hat. Es passiert auch immer häufiger, dass Kinder auf Instagram falsche Schönheitsideale vorgespielt kriegen oder nicht verstehen, dass manche Instagram-Fotos komplett gefälscht oder bearbeitet sind. So fangen Mädchen auch schon im Grundschulalter an, ein falsches Körperideal zu entwickeln. Außerdem werden sich auch Inhalte angeschaut, die nicht für Kinder geeignet sind. Zum Teil Pornografie oder Gewalt verherrlichende Sachen plus Desinformationen. Es gab zu Coronazeit auch genug Grundschulkinder, die dann irgendwelche Fledermausvideos aus China angeguckt haben und dann dachten, dass das die COVID Fledermaus war.

Was würden Sie den Eltern raten?

Sich an die Altersangaben zu halten. Nicht umsonst gibt es die Freiwillige Prüfstelle. Computerspiele und Filme eben erst ab dem Alter, ab dem sie empfohlen sind. WhatsApp, Instagram und TikTok auch erst ab 14 und nicht schon so früh. Und dann noch vielleicht über Bildschirmzeit oder ähnliche Methoden zum Beispiel Einschränkung über einen Jugendschutzfilter nutzen. Was aber zu beachten ist, ist, dass die soziale Medien nicht nur schlecht sind. Der Inhalt muss aber immer kritisch hinterfragt werden und der Umgang mit den sozialen Medien muss geübt werden.

Diese Ansichten zu diesen Kanälen vertreten wir auch, weil wir selbst in unserem Alltag mitbekommen, welchen schlechten Einfluss die sozialen Medien / Kanäle auf Kinder im Alter von 3-6 Jahren haben können. Wir haben hier nochmal ein Video verlinkt was unsere Thesen unterstützt

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