Ab nach Sebnitz! Die Abschlussfahrt der Klasse 10/3

Ein Bericht von Selin Seifo, Zarin Grami, Chantal Carmona Kunsch, 4. bis 8. Oktober 2021

5 Tage durch Sebnitz in der Sächsischen Schweiz. Erst erschien die Reise unmöglich, doch schlussendlich konnte jede/r eigene Erinnerungen sammeln und das ist die Hauptsache. Hat es sich gelohnt?

Wir führen euch heute durch unsere Abschlussfahrt und haltet euch fest, denn es gibt vieles Spannendes zu erzählen. Am Montag, den 4.10.21, ging es um 7:30 Uhr los, wir trafen uns alle vor der Sporthalle, um uns noch zu testen. Alle waren ziemlich aufgeregt, dann kam der Abschied, welcher nicht für alle einfach war. Nichtsdestotrotz war der Bus schon da. Um 8:30 Uhr ging die Reise los, das war keine einfache Fahrt. Sechs Stunden hatten wir hinter uns gebracht mit jeweils zwei Pausen, welche wir natürlich auch genutzt hatten. Die Ankunft war um 14:30 Uhr, wir waren alle erleichtert und die Freude war groß, die Jugendherberge zu erkunden. Die 4-Bett-Zimmer waren süß eingerichtet, außerdem hatten wir einen Fußball- und Tennis-Platz und es gab noch einen großen Clubraum. Hungrig ging es dann um 18:30 Uhr in die Kantine, dort stand ein großes Buffet zur Verfügung. Bis 22:00 Uhr hatten wir Freizeit, die meisten hielten sich im Spielraum auf, die anderen sind zu Penny gegangen, um sich was zum Naschen zu besorgen, der Rest war in deren Zimmern.

Außergewöhnlich und spektakulär waren die Wege zu den Einkaufsläden. 20 Minuten lang die Straßen hoch und heruntergehen war nicht so einfach, jedoch ziemlich lustig. Ab 22:00 Uhr ist dann Bettruhe gewesen, denn am Dienstag ging es erst richtig los. Nach einer Testung bis 8:10 Uhr gab es um 8:30 Uhr Frühstück. Nachdem sich alle satt gegessen haben und ihre Lunchpakete fertig gepackt haben, ging es in den Kletterwald. Für zweieinhalb Stunden durften wir uns austoben. Viele hatten auch Höhenangst, die einen waren schneller unterwegs als andere. Parkour 5 und 8 hatten es in sich, das war nichts für schwache Nerven, dies bereitete uns Schwierigkeiten. Es war schwierig, über die beweglichen Holzklötze zu balancieren, ab dem Punkt haben einige schon aufgegeben. In Parkour 8 hatten wir die Wahl zwischen 10 Meter herunterzuspringen oder die Seilbahn zu benutzen, das nennen wir atemberaubend, denn 10 Meter sind kein Kinderspiel, da muss man mutig sein.

Zur Belohnung gab es ein Eis, das hatten wir uns auch verdient. Um 14:30 Uhr ging es zurück in die Herberge, bis 18:20 Uhr durften wir uns den Tag selbst gestalten. Später trafen wir uns alle im Clubraum, um gemeinsam in die Cafeteria zu gehen und zu Abend zu essen. Bis 22:00 Uhr stand dann wieder Freizeit auf dem Plan.

Mittwoch fing der Tag mit dem Selbsttesten an, dann gab es belegte Brötchen für uns. Nachdem wir die Lunchpakete zubereitet hatten, gingen wir zum Paddeln, worauf wir uns sehr gefreut haben. Rassistische Äußerungen haben uns den Tag etwas verdorben, dazu aber später mehr. Um 10:30 Uhr waren wir an der Elbe angekommen und wurden in drei große Gruppen aufgeteilt. Es war viel schwieriger als wir gedacht hatten, denn diese Aktion hat viel mit Teamwork zu tun – ohne das kommt man niemals voran. Es hat uns sehr viel Spaß bereitet. Nach zwei Stunden trafen wir uns an einem Ort, wo wir eine Grillpause machten. Auf dem Tisch gab es Würstchen und Grillkäse, wobei es etwas enttäuschend war, dass es nichts Vegetarisches gab, da die meisten von uns kein Schweinefleisch oder Fleisch essen und wir dies auch im Vorfeld gesagt hatten.

Trotzdem waren wir dankbar, denn dies war ja eine tolle Idee. Dann sind wir gestärkt wieder zurückgepaddelt, das Wetter war herrlich angenehm. Leider traten am Ende einige Probleme auf, so etwas sollte in Zukunft natürlich nicht passieren. Die Mädchengruppe hatte Probleme, das Boot zurück ans Ufer zu ziehen, damit es nicht davon schwimmt. Der Besitzer hatte es leider an den Mädchen ausgelassen: Er meinte zu ihnen, dass sie sich nicht wundern müssen, wenn sie das hier mit den Booten schon nicht hinkriegen würden, würden sie ihre Ehemänner später auch zu Hause herumhocken lassen. Es ging teilweise leider schon in die sexistische Richtung, zur Information: die Mädchen haben Wurzeln in anderen Ländern! Solchen Leuten gingen wir natürlich aus dem Weg und fokussieren uns auf die Zukunft und nicht auf die Vergangenheit.

Auf dem Heimweg mussten wir zu dem Bus gelangen, welcher nur durch langes Hochsteigen vieler Treppen erreicht werden konnte, echt anstrengend! Um knapp 16:30 Uhr sind wir in der Herberge angekommen und hatten bis 18:20 Uhr Freizeit, die meisten haben sich ausgeruht, die einen waren im Spielraum und die anderen am Fußball spielen. Später waren wir dann Abendessen gegangen, diesmal gab es frische Pfannkuchen mit Apfelmus. Man merkt, uns stand viel Freizeit zu Verfügung, bis 22:00 Uhr durften wir dann dies machen, worauf wir Lust hatten. Solange man um 22:00 Uhr im Zimmer war, war alles gut gewesen.

Donnerstag war auch einer der Tage, auf den wir uns am meisten gefreut hatten. Es ging nach DRESDEN, nach dem Frühstück sind wir um 8:45 Uhr mit dem Bus losgefahren. Die Fahrt hatte es in sich, die Aussicht war wundervoll, doch der Weg ist auch nichts für schwache Nerven gewesen. Die meisten hatten Druck in den Ohren, wir mussten häufig durch Kurven fahren, da kann es einem schnell übel werden. Zwei Stunden hatten wir dann Zeit für uns alleine in Gruppen die Stadt zu erkunden, es ist auf jeden Fall was anderes als Hannover, wir können diese Stadt nur weiterempfehlen. Wir wurden von einem Zug abgeholt, der extra nur für Touristen ist und wir haben vieles über die Stadt gelernt.

Außerdem waren wir noch in einem Hygienemuseum – das klingt ziemlich langweilig, das wissen wir – jedoch hat es sehr viel Spaß gemacht, noch mehr über den menschlichen Körper zu lernen, also wirklich sehr interessant und echt empfehlenswert; auch die Besitzer waren nett und lustig drauf. Nach einer kleinen Pause wollten die meisten zu dem “Gefängnis“. Nein, natürlich kein echtes, das war ein Ort, welcher ein Gefängnis darstellen sollte. Minderjährige mussten mit Begleitung rein, also kamen Ralf und Angelika, unsere Lehrer:in mit uns. Wir waren geschockt, dort kann man jede Menge dazulernen, neue Informationen schaden nie. Wir wurden über verschiedene Erfindungen von Pistolen informiert, wie Gefangene damals behandelt wurden und wie deren Leben war. Die Bilder haben uns einen besseren Überblick gegeben. Das Schockierende war, dass dort ein Bild zu sehen war, worauf ein Mann abgebildet war, dessen Mund mit Fäden zugenäht wurde, auch hier nichts für schwache Nerven! Das kann einen echt verstören, aber trotzdem war es ziemlich interessant. Um 17:30 Uhr sind wir in der Jugendherberge angekommen. Später stand lecker Grillen auf der Liste. Diesmal war für jeden was dabei 🙂 es hat deftig gesättigt, das können wir bestätigen. Später sind einige wieder zu Penny gegangen und der Rest hielt sich im Clubraum auf. Der Gedanke, dass es morgen wieder zurückgeht hat uns traurig gemacht, es war eine wundervolle Zeit! Unsere Klassengemeinschaft hat sich in diesen fünf Tagen sehr verstärkt. Es wird ein unvergleichliches Erlebnis bleiben. Wir haben uns also den Abend schön gemacht, ein letztes Mal zusammen – ohne Eltern – und da es spät wurde, gingen alle auf ihre Zimmern.

Kaum zu glauben: der Freitag war schon da. Nachdem wir uns alle ein letztes Mal getestet hatten, ging‘s ans Aufräumen. Die Zimmer sollten natürlich ordentlich hinterlassen werden. Um 7:30 Uhr gab es ein letztes Mal Frühstück in der Sächsischen Schweiz. Nachdem wir alle fleißig die Koffer gepackt hatten, ging es um 10:00 Uhr los, 6 Stunden Fahrt hatten wir wieder vor uns. Der Busfahrer war ein sehr netter und lustiger Kerl, die meisten hatten Hunger bekommen, also hat der Fahrer uns bei MC Donalds abgesetzt, das tun natürlich nicht alle – unserer war sehr cool drauf. Um knapp 16:00 Uhr war die Reise auch schon vorbei 😦 Wir waren glücklich unsere Liebsten wiederzusehen, aber auch sehr traurig, dass es vorbei war.

Unserer Meinung nach, war die Abschlussfahrt trotz Corona und den rassistischen Erfahrungen eine schöne Reise nach Sebnitz. Wir hatten alle sehr viel Spaß und hatten die Möglichkeit, Erfahrungen fürs Leben zu sammeln. Wir haben viel Neues dazu gelernt, was uns auch stärker gemacht hat und mithilfe unseres Teamworks hat sich die Gemeinschaft der Klasse verstärkt, was sich gelohnt hat. Schade war es natürlich, dass wir nicht ins Ausland fahren konnten, jedoch sind wir unseren Lehrer:innen sehr dankbar, dass sie es uns möglich gemacht haben, an der Klassenfahrt teilnehmen zu können. Eine unvergessliche Reise, die uns immer im Herzen bleiben wird.

igsroschuelerzeitung

Schülerblog der IGS Roderbruch

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