Vera: Pure Vernunft darf niemals siegen.

Ein Interview mit Vera Sophia Dehm von Lana.

Lana: „Erstmal danke schön, dass du dich für ein Interview für unseren Schülerblog bereit erklärst. Wie geht es dir im Moment?“

Vera: „Ich fühle mich gerade relativ gestresst, da ich diesen Wechsel von Präsenz- und Online-Unterricht als belastend empfinde. Außerdem macht mir (wie vielen anderen) die Unsicherheit zu schaffen, wie es weitergehen wird. Die Inzidenzzahlen sehen nicht so aus, als ob ich manche Schüler/innen so schnell wiedersehen werde. Ich vermisse meine Klasse und auch alle meine Schüler/innen, da der digitale Kontakt, nicht den physischen Kontakt ersetzen kann. Andererseits bin ich ein auch entspannt, da man nichts an der Situation ändern kann. Jedoch reicht es mir auch so langsam.“

Denkst du, dass dich der 1. oder 2. Lockdown verändert hat? Beispielsweise, die Art wie du denkst oder hast du neue Hobbys gefunden die dir Spaß machen?

Ich denke, dass ich etwas sorgenvoller geworden bis, besonders im 2. Lockdown. Ich mache mir mehr Gedanken um Verwandte, die (von der Wahrscheinlichkeit) stärker von Corona betroffen sein könnten (wenn sie daran erkranken). Ich mache meinen Sport jetzt online. Das war zu Beginn etwas ungewohnt, aber mittlerweile funktioniert es ganz gut. Außerdem telefoniere ich mehr. Viele sagen, dass Corona den Lebensalltag entschleunigt hat und das stimmt auch. Man hat sich mehr mit sich selbst auseinandergesetzt. Jedoch denke ich, dass dies den meisten jetzt wirklich reicht.

Lebst du schon immer in Hannover? Und wenn nein seit wann wohnst du hier?

Ich wohne jetzt seit 2,5-3 Jahren in Hannover. Ich komme eigentlich aus Süddeutschland, aus dem schwäbischen Bayern. Damit meine ich, dass wir per Landesgrenze zu Bayern gehören, aber wir schwäbisch sprechen.

Hast du einen oder mehrere Lieblingsplätze in Hannover?“

Ich wohne nicht allzu weit vom Maschsee entfernt, daher mag ich es sehr gerne um den Maschsee zu spazieren und an die Ricklinger Kiesteiche zu gehen. Das Zusammenspiel von Wasser in einer Stadt finde ich schon immer schön. Wenn sich die Sonne im Wasser spiegelt. Ansonsten mag ich gerne die Limmerstraße oder den Uni-Park. Dort ist immer viel los.

Was vermisst du am meisten während des Lockdowns?

Ich vermisse, dass ich mich nicht mit Freunden in einem Cafe treffen kann oder mit meinem Freund schön essen gehen kann. Außerdem vermisse ich es unter vielen Menschen zu sein, auf Konzerte oder auf einen großen Flohmarkt zu gehen. Feste, Festivals, Partys, selbst den Karneval vermisse ich, obwohl ich dies nie allzu sehr gefeiert habe.

Und natürlich Unterricht zu halten – „normalen“ Unterricht mit allen Schüler/innen und alle dürfen sich frei bewegen und man kann viele offene Unterrichtsformen ausprobieren und die Tische umstellen.

Wenn die Regierung sagt, dass ab morgen der Lockdown komplett vorbei ist, was würdest du als erstes tun?

Unter der Annahme, dass dann von Corona keine Gefahr mehr ausgeht, würde ich mich mit so vielen Menschen wie es geht treffen und einen Urlaub planen.

Auf welche Eissorte freust du dich am meisten wenn es wieder Sommer ist?

Schokolade.

Vermisst du Momente aus deiner Kindheit? und wenn ja: welche?

Ich vermisse es näher bei meiner Familie zu sein, meine Schwerster zu sehen, wann ich möchte und meine Oma vermisse ich.

Welchen Traumberuf hattest du als Kind?

Archäologin.

Was würdest du deinem 18. Jährigen Ich gerne jetzt sagen?

Genieße dein Leben. Pure Vernunft darf niemals siegen.

Würdest du lieber ein Tag in die Vergangenheit reisen oder in die Zukunft? (egal welche Zeit)

In die Vergangenheit, da ich nichts über meine Zukunft wissen möchte (auch nicht über die meiner Kinder oder Enkelkinder). Am Ende würde ich erfahren, dass 2100 die Welt nicht mehr existiere würde. Das fänd ich zu deprimierend. Ich denke, dass ich ich eine Zeit reisen möchte (einen Tag) an dem meine ganze Familie einen Tag im Garten verbringt (mit meiner Oma und Opa) und wir irgendeinen Geburtstag feiern und meine ganze Bekanntschaft, Verwandtschaft: alle dabei sind.

Hast du Tipps oder Aufmunterungen für uns Jugendliche, wie wir den Lockdown am besten „überstehen“ können?“

Ich denke, dass Corona vorbei gehen wird. Das Schlimmste haben wir schon überstanden. Ihr seid noch länger jung und habt noch viel coole Erfahrungen vor euch, die ihr machen könnt. Nur, weil sich zum Beispiel euer erster längerer Auslandaufenthalt durch Corona verschoben hätte, bedeutet dies nicht, dass ihr nicht alles irgendwann einmal erleben werdet.

Danke Vera, dass du dir die Zeit genommen hast.

igsroschuelerzeitung

Schülerblog der IGS Roderbruch

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