Mein Leben in der Corona-Pandemie oder wie man diesen Wahnsinn noch nennen soll.

Von Leni.

Corona oder auch COVID-19 genannt, ist wohl das Hauptthema in den Nachrichten, über das seit Anfang des Jahres berichtet wird.

Ein Virus, der die gesamte Welt unsichtbar stilllegt. Neulich meinte meine Klassenlehrerin, dass die Medien beginnen sollten, auch über andere wichtige Themen zu berichten. Denn ja, sie hat Recht: Alles dreht sich um die weltweite Pandemie und den „Lockdown Light“. Aktuell wird empfohlen, sich mit nur einer Bezugsperson/ Freundin zu treffen, was teilweise garnicht so einfach ist. Denn ich finde, dass man auch andere Personen um sich herum braucht.

Klar hat man in der Klasse Freunde, die man jeden Tag sieht, aber sich in seiner Freizeit am besten nur mit einer Person zu treffen, gestaltet sich für viele schwierig. Auch die Vorfreude auf Weihnachten ist in diesem Jahr nicht so groß. Ich frage mich was passiert mit all den Menschen, die Weihnachten immer woanders feiern? 


Gegen 6:00 Uhr klingelte mein Wecker und ich drücke auf erneut auf Schlummern. Um 6:30 Uhr stehe ich dann auf und tue das Gleiche wie jeden Morgen. Ich ziehe mich an und gehe ins Bad, um mich weiter fertig zu machen. Um kurz nach 7 Uhr gehe ich leise die knatschende Treppe runter. Unten im Flur bin ich erleichtert, dass niemand aus der Familie wach wurde. Ich lege meinen Rucksack und meine Jacke auf einen Stuhl und mache mir in der Küche mein Essen für die Schule. Sobald ich fertig bin werfe ich mir meine Jacke über, ziehe meine Schuhe an und schnappe meinen Rucksack. Und das inzwischen wichtigste beim Verlassen des Hauses: Meine Maske!!! Bevor ich losgehe, schau ich nochmal auf die Uhr: 7:47 Uhr! Jetzt muss es schnell gehen!

Denn an den bevorstehenden Ampeln steh ich immer eine gefühlte Ewigkeit. Während ich mein Zuhause verlasse und die Haustür hinter mir zu ziehe, wechselt sich die wohlige Wärme von Zuhause in eisige Kälte. Also gehe ich schnellen Schrittes zur Bahn- und Bushaltestelle. Von Weitem seh ich schon den Bus mit dem meine Freunde ankommen. Der Bus hält an und alle steigen aus. Die Menschen drängen sich aus dem Bus und nehmen keine Rücksicht auf ihre Mitmenschen. Als sich die Bahnhaltestelle leert, sehe ich meine Freundin und wir begrüßen uns wie jeden Morgen. Ich schaue zwischenzeitig auf die Anzeigetafel, um zu sehen, wann die Bahn kommt. Noch zwei Minuten. Von Weitem höre ich ein lautes Rauschen und sehe, wie die Straßenbahn schon heran rollt. Ein kalter Wind zieht entlang und die Bahn kommt zum Stehen. Erneut strömen die Menschen wie die Verrückten aus der Bahn in unterschiedliche Richtungen. Nachdem einige Fahrgäste ausgestiegen sind, quetschten meine Freundin und ich uns in die Bahn.

Dieses Gefühl mit verschiedensten Menschen auf engsten Raum zu stehen, trotz der aktuellen Corona-Pandemie, ist irgendwie merkwürdig.

Ich habe großen Respekt vor Corona und dessen Auswirkungen. Diesem Virus ständig ausgesetzt zu sein ist unglaublich anstrengend. Denn egal wo man hinschaut, überall hört man nur Corona, Pandemie und Lockdown.


Nach einigen Stationen hält die Bahn und wieder einmal strömen alle aus der Bahn und gehen den Weg zur Schule und begrüßen währenddessen ihre Freunde. Ich gehe mit meiner Freundin Richtung Schule und wir unterhalten uns auf dem Weg. An der Schule gehen wir über unseren zugewiesenen Eingang zur Klasse. Vorher müssen wir uns die Hände desinfizieren, denn dies ist  unsere Pflicht, genauso wie das Tragen einer Maske. Auf dem Weg nach oben treffe ich auf einige Aufkleber, sowie Markierungen, die uns beim Warten vor den Toilettenräumen auf den Abstand hinweisen sollen. Es gibt auch den AHA-Sticker dieser ist überall zuerkennen. Dieser steht für Abstand-Hygiene-Alltagsmaske. Ich begebe mich zu meinem Klassenraum und setzte mich. An meinem Platz krame Ich mein Materialien raus. Mein Blick schweift zum Stundenplan, um zu wissen welches Fach Ich jetzt habe. Ich habe Deutsch und muss dafür den Raum wechseln, denn wir sind in E- und G-Kurse eingeteilt. Ich frage mich mal wieder wie sinnvoll es ist, ständig die Räume in andere Klassen zu wechsle, denn warum verbietet man es sich mit anderen Leuten aus dem gleichen Jahrgang zu treffen, aber erlaubt es an den Tisch in anderen Jahrgängen zu sitzen, wo überall die Keime anderer verteilt sind, denn es ist mir bisher nicht aufgefallen, dass die Tische in den Pausen desinfiziert werden.

Beim Klassenraum angekommen, möchte Ich gerade Platz nehmen. Doch dann wird uns mitgeteilt, dass hier eine andere Klasse Unterricht hat. Also stehen wir wieder auf und verlassen den Raum. Ich lehne mich an eine Wand an und höre dem Gerede meiner Mitschüler zu, denn diese diskutierten, darüber wie wir jetzt vorgehen sollen. Also rennen zwei Schüler los, um unsere Lehrerin zu suchen. Aber da keiner zu hört, gehen alle mit. So stehen wir vor dem 7. Jahrgang und warten. Von Weitem sehen wir unsere Lehrerin, die erstmal suchend zur falschen Klasse läuft. Nach dem wir insgesamt 10min damit vertrödelt haben, den richtigen Raum zu finden, saßen wir dann endlich im Richtigen Raum. Der Deutschunterricht zieht sich die Länge und meine Aufmerksamkeit schwindet, denn an Eröterung bin ich nicht so interessiert.

Nach 20 Minuten Pause mit Maske auf der Nase, bis auf kurz vom Brot abbeißen, geht es weiter mit Englisch. Auch dieser fand in einem komplett anderen Raum statt. Die letzten beiden Stunden hatte Ich Musik, der Unterricht zog sich sehrrrr in die Länge. Bevor es  nach Hause geht, müssen wir die benutzten Keyboards desinfizieren. Dann aber nach  90 Minuten Unterricht, endlich Schulschluss.

Zuhause angekommen, verfolgt Corona meinen Alltag weiter, denn es führte nichts an einem gründlichen Händewaschen  von mindesten 30 Sekunden vorbei. Danach erledigte ich noch einige Hausaufgaben und verbringe dann bei einem Spaziergang etwas Zeit mit meiner Familie. 

igsroschuelerzeitung

Schülerblog der IGS Roderbruch

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