Knall-Puff-Peng! Interview Robert Merkel, Pyrotechniker

Von Alketa, Avista, Güler, Silas und Jannes

Wie heißt Ihr genaue Berufsbezeichnung?

Der genaue Beruf heißt Pyrotechniker, weil Feuerwerker heißen die, die wirklich Sprengen. Der Unterschied zum Pyrotechniker ist, dass Pyrotechniker schöne Feuerwerke machen.

Wie sind Sie auf diesen Beruf gekommen?

Also zunächst sind alle, die das machen Quereinsteiger. Ich habe Ingenieurswesen studiert. Neben dem Studium habe ich Pyrotechnik als Nebenjob gemacht und arbeite seitdem darin. Das war ganz zufällig und nicht geplant.

Hat Ihnen jemand anderes bei der Entscheidung geholfen oder sind sie selber auf diesen Beruf gekommen?

Ich habe mich selber dafür interessiert und habe das ein paar Jahre an der Universität gemacht. Irgendwann ist man da hängen geblieben und macht das heute als Beruf.

Hatten Sie andere Berufswünsche?

Ja, ich wollte eigentlich Diplomingenieur werden, für Landschaftsgestaltung. Das bin ich auch, aber jetzt mache ich Pyrotechnik. Das passiert ganz oft, dass man ein Ziel vor Augen hat, aber dann etwas Anderes macht.

Hannover, 28.06.2018 : Die Herrenhäuser Gärten als Ausrichter der Akademie der Spiele mit der IGS Roderbruch © Tobias Wölki | Herrenhäuser Gärten Hannover

Was halten Sie von der Akademie der Spiele?

Finde ich super. Das ist eine tolle Sache, da man mit Jugendlichen zusammenarbeiten kann und weil sie in dieser Zeit sehr viel und geballt erfahren. Sie müssen sich vorher entscheiden, was sie machen wollen und sich selbstständig für einen der vielen Workshops entscheiden.

Man hat so eine ganz andere Möglichkeit auch viele neue Sachen kennen zu lernen. Anders als in der Schule.

Was lernen/machen die Schüler*innen in Ihrem Workshop?

Ich habe Ihnen ganz viel über Pyrotechnik gezeigt. Wie die Stoffe abbrennen, was die Gefahr daran ist, wie die Farben entstehen, was man zum Anzünden braucht. Und dass, bevor man so ein Feuerwerk machen kann, man erst überlegen muss, wie man das eigentlich herstellen kann. Und: wie kann ich das den Zuschauern erklären, was ich meine? Das dauert, wie man hier gesehen hat, lange. Wir werkeln hier auch ganz viel rum, die Vorarbeit dauert am längsten. Und was wir hier in diesen drei Tagen erstellen, brennt dann in einer Minute ab. Der Vergleich zwischen Aufwand und Nutzen ist halt relativ stark.

Was ist Ihr Ziel für das Projekt?

Mein Ziel für das Projekt ist auf jeden Fall, dass alle Spaß haben und auch etwas mitnehmen, wovon sie dann sagen können „das habe ich schon mal gesehen in einem coolen Workshop“. Das ist das Beste, dass man den Menschen, die sich hier entwickeln, etwas mitgeben kann. Und das ist das Ziel der Workshops, dass dieser „Aha-Effekt“ bei wenigstens einem Großteil der Menge da ist.

Wie stellen Sie sich das Ergebnis vor?

Total toll. Das Ergebnis wird Super. Wir machen ein kleines Feuerwerk und wollen etwas damit darstellen. Und wenn alle gut mitarbeiten, werden die Zuschauer erkennen was wir damit bezwecken wollen.