Lehrerinterviews

Sebastian Weidemann: Ich wollte unbedingt zur IGS Roderbruch.

Lehrerinterview mit Sebastian Weidemann von Julius und Tim.

Könntest du dich bitte erst mal vorstellen?

Ich bin Sebastian Weidemann, habe mein Studium hier in Hannover absolviert, komme aus Hannover, bin sozusagen gebürtiger Hannoveraner. Ich komme aus Hannover Ricklingen, bin selber auf die IGS Mühlenberg gegangen, habe dort mein Abitur gemacht und danach direkt das Studium. Das Staatsexamen habe ich in Salzgitter gemacht. Danach habe ich am Ratsgymnasium in Peine gearbeitet und jetzt bin ich an der IGS Roderbruch gelandet. 

Ist Lehrer denn dein Traumberuf schon immer gewesen?

Ja. Also ich habe lange nach dem Studium überlegt, was willst du werden. Ich wollte zuerst Finanzbeamter werden, habe ich dann doch nicht gemacht, weil ich gleichzeitig eine Zusage zum Studieren von der Universität bekommen und so habe ich mir gedacht, mache ich das Lehramt, weil ich die Schule recht gern habe. 

Welche Fächer unterrichtest du bei uns außer Politik?

Deutsch mache ich noch. Ich habe jetzt keine Oberstufenklasse dieses Jahr, aber ich denke nächstes Jahr wird sich das ändern und habe dann noch DAZ, also Deutsch als Zweitsprache. 

Und warum hast du dich für Politik und Deutsch entschieden?

Politik Wirtschaft habe ich gewählt, weil man seine Präferenzen hat, PoWi war mein Lieblingsfach. Das mochte ich schon immer sehr gern in der Schule, damals hieß das Gesellschaftslehre und ich fand das immer sehr schön. Ich mochte schon immer gerne das logische Denken, vor allem in den Wirtschaftsbereichen, die Theorien, die dahinter stecken, vor allen Dingen dieses Praxisbezogene. Ich habe Geschichte immer als etwas Spannendes verstanden, aber Politik ist das Aktuelle. Deutsch war immer mein bestes Hauptfach und ich habe immer gerne gehabt, wenn man über die Texte in die Tiefe diskutieren konnte. 

Was warst du damals für ein Schüler, vom Charakter und vom Benehmen her?

Ich war ein vorzüglicher Schüler, ich habe mich immer an alle Abspracheregelungen gehalten, war immer sehr engagiert in der Schülerschaft und ein ganz normaler Schüler. Ich war immer daran interessiert, dass ich mich selber gut durchbringe und würde mich als echt guten Schüler bezeichnen. Ich war auf jeden Fall keiner, der Schwierigkeiten hatte, sich selbst zu organisieren. Es ging schon darum, dass man sich  auf mich verlassen konnte. 

OK. Also mit Einsern bist du nicht durchgerutscht?

Es war schon ganz in Ordnung. 

Wie war dein Studentenleben?

Das Studentenleben war hervorragend. Ich habe das hier in Hannover genossen, ich habe damals relativ viel Rugby gespielt. Ich habe es jetzt ein bisschen wegen der Arbeit zurückgefahren. Ich spiele schon lange Rugby und damals im Studentenleben konnte man vieles miteinander kombinieren. Man konnte sein Leben und seine Lernphasen selbst organisieren, man konnte aber seine Freizeitphasen selber gut einbringen, dazwischen schieben. Das Studentenleben war ziemlich toll, eine richtig gute Zeit. Aber was auf die Dauer nervig ist vor allen Dingen, dass man irgendwann ein Ende finden möchte. 

Unterrichtest du sowohl die Sekundarstufe I als auch die Sekundarstufe II?

Genau. Ich unterrichte die Sek I und die Sek II. In der 6/5 bin ich sogar Stammgruppenleiter und in der Oberstufe habe ich zwei Politik Wirtschaft Klassen: ein mal die 11/ 4 und dann die 11/ 3. 

Was unterrichtest du lieber?

Man kann jetzt lügen und sagen, ich unterrichte beides gleich gerne. Aber ein bisschen lieber unterrichte ich PoWi, das ist mehr mein Fach, wo meine Lieblingsthemen enthalten sind. Jeder Lehrer hat seine Lieblingsthemen, was aber nicht heißt, dass ich Deutsch gar nicht mag. Ich mag Deutsch auch richtig gerne. Beide teilen sich den ersten Platz. Beide Fächer können gut die Interaktion fördern, in beiden Fächern kann man gut diskutieren. 

Von dir aus gesehen denkst du, du bist ein guter Lehrer und kannst die Sachen gut rüberbringen?

Das denkt sich jeder Lehrer. Ich weiß es nicht. Es gibt immer wieder Phasen, wo man denkt, habe ich das richtig gemacht? Aber ich glaube, man muss sich selbst korrigieren. Man muss sich hinsetzen und sich selbst sagen, das war nicht so eine gelungene Stunde oder das hat viel zu viel Zeit eingenommen. Das ist normal. Jeder sagt sich, er ist ein guter Lehrer. Das sage ich dann auch so von mir. 

Was zeichnet dich als einen guten Lehrer aus?

Einen guten Lehrer zeichnet aus, dass der Umgang mit den Schülern nicht immer auf einer überprofessionellen Ebene ist, sondern man auch ein bisschen neben der Spur reden kann, Witze machen kann und dass er ab und zu einen lockeren Spruch dazwischen schieben kann, wenn die Situation es zulässt. Jeder weiß, dass er in der Schule ist, um einen Schulabschluss zu erlangen. Dementsprechend ist es wichtig, dass man versucht, die Interaktion zu fördern und dass man als Ansprechpartner fungiert. 

Ab vom Beruf, was machst du sonst in deiner Freizeit?

Ich mache sehr viel Sport, ich gehe gerne Skifahren, habe eine zeitlang viel Rugby gespielt. Das habe ich jetzt ein bisschen zurück gefahren. Des Weiteren fahre ich gerne Mountainbike, gehe oft ins Fitnessstudio. Ich gehe mit Freunden viel weg. Es ist nicht so, dass ich nur zu Hause an der Unterrichtsplanung sitze, ich versuche, einen gesunden Mittelweg zwischen Arbeit und Freizeit zu finden, damit beides Spaß macht. 

Bist du eher ein Frühaufsteher oder ein Langschläfer?

Ein Frühaufsteher. Ich stehe meistens um halb sieben auf, je nachdem. Was man früh schafft, muss man abends nicht machen, dann hat man Zeit für coole Dinge. Abends macht man das in der Regel sowieso nicht. 

Stehst du von selber auf oder muss du dir den Wecker stellen?

Ich stelle mir den Wecker. Es gibt schon ein paar mal die Momente, wo man sich denkt, och nicht, heute nicht. Ich stelle mir oft die Frage, was mache ich als Alternative? Als Alternative würde ich weiter schlafen. 

Wenn du etwas an unserem Schulsystem ändern würdest, was stört dich, was würdest du ändern?

Da ich noch nicht so lange auf der Schule bin, muss ich mir erstmal alles genau angucken, wie sich das entwickelt. Bisher bin ich eigentlich ziemlich zufrieden. Es ist ein super Beruf, es ist eine tolle Zeit hier. Ich denke, es ist schon ein gutes Schulsystem hier. 

Würdest du auf dieser Schule gerne bleiben oder zeitnah wechseln?

Auf jeden Fall würde ich auf dieser Schule bleiben. Die IGS Roderbruch war sogar mein Erstwunsch, ich wollte unbedingt hierhin. 

Warum wolltest du denn gerne an die IGS Roderbruch?

Ich war selber auf einer IGS und ich habe es als sehr positiv wahrgenommen. Ich finde es gut, wenn man selber auf einer IGS war, den Schülern zu zeigen, dass eine IGS einem alle Möglichkeiten offen hält. Man kann an einer IGS alle Möglichkeiten abschöpfen. 

Vielen Dank für das offene Gespräch.

Gern geschehen. 

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