Violetta Mohr: Theater inspiriert mich.

Ein Interview von Marie.

Violetta, we alt bist du?


Ich bin 27 Jahre alt.

Seit wann bist du an der IGS Roderbruch?

Seit einem Jahr, habe ich hier mein Referendariat gemacht.

Was machst du in deiner Freizeit?

Ich mache relativ viel Sport, damit ich einen Ausgleich habe dazu, dass ich soviel am Schreibtisch sitze, ich lese sehr viele Bücher und ich gucke gerne Serien.

Welche Serie hast du zuletzt geguckt?

Ich habe zuletzt Downton Abbey alle sieben Staffeln in zwei Monaten geguckt. Das hat mir sehr gut gefallen.

Wer war dein persönlicher Kindheitsheld?

Kindheitsheld ist ein großes Wort, aber was ich in meiner Kindheit sehr gerne mochte, war Winni Puh und alle seine schrägen Tierfreunden. Am liebsten mochte ich Tigger.

Was war dein Lieblingsfach früher und welches dein Hassfach?

Mein Lieblingsfach war glaube ich Französisch. Ich hatte Französisch von der Grundschule bis zum Abitur. Ja, sehr lange ich komme aus einer Region wo die französische Sprache wichtiger ist. Ich komme aus der Grenzregion zu Luxemburg und da hat Französisch einen anderen Stellenwert als hier. 
Mein Hassfach war leider wie bei vielen Mathe. Ich hätte es gerne besser gekonnt, aber ich hatte es einfach nie verstanden. Zu Zahlen hatte ich noch nie einen Zugang gekriegt.

Was wolltest du früher mal werden?

Ganz früher wollte ich Ballerina werden. Das war nicht so realistisch. Dann wollte ich ganz lange Schauspielerin werden. Danach habe ich festgestellt: nee, lieber doch nicht. Dann wollte ich Theaterpädagogin werden, als ich dann festgestellt habe, dass man dort auch immer noch nicht so viel bessere Arbeitsbedingungen hat als als Schauspielerin. So bin ich dann zum Lehramt gekommen.

Wo und was hast du studiert?

Ich habe an der Leipniz Universität in Hannover studiert Darstellendes Spiel und Deutsch auf Lehramt. Das kann man auch nur hier und in Braunschweig studieren, Darstellendes Spiel auf Lehramt ist ein sehr seltener Studiengang.

Wie bist du auf die Richtung Darstellendes Spiel gekommen?

Ich wollte ja Theaterpädagogin werden und habe dann im FSJ am Theater festgestellt, diese Arbeitsbedingungen möchte ich nicht so gerne in meinem Leben haben. Dann war ich ratlos und fing an zu googlen und dann habe ich den Studiengang bei Google gefunden, habe mich dort beworben und war in der Aufnahmeprüfung. Diese Prüfungskommission sagte, ich würde dort gut hinpassen, ich soll doch mal anfangen dort zu studieren und dann habe ich das gemacht. In meiner Schule gab es Darstellendes Spiel gar nicht und meine erste DS Stunde hatte ich vor acht Jahren an der Uni.

Wie ist es für dich in andere Rollen zu schlüpfen und fällt es dir schwer?

Ich hatte da schon immer viel Spaß dran gehabt. Ich hab schon im Kindergarten angefangen, da hatten wir schon Theater Projekte und dann habe ich da schon gespielt. Ich habe das schon immer gerne gemacht. Klar, manchmal ist es schwieriger – manchmal leichter, aber seit ich angefangen habe, zu studieren hat sich das nochmal geändert, weil wir relativ wenig klassisches Sprechtheater machen und dann sind die Rollen auf einmal nicht so klar. Das hat sich so ein bisschen verschoben. Früher habe ich ganz klare Rollen gespielt und viel ausprobiert. Jetzt bin ich Lehrerin und auch das ist auch eine Rolle und die lerne ich grade kennen.

Was inspiriert dich?

Theater inspiriert mich, es gibt wahnsinnig tolle Theaterstücke, die man sehen kann und eine Theatermacherin hat mal zu mir im Seminar in der Uni gesagt: „Geklaut ist besser als schlecht selbst gemacht” und das ist auch eine Haltung, mit der man Theaterstücke sehen kann.

Wenn du mit einer Zeitmaschine reisen könntest: in welches Jahr würdest du reisen wollen?

Ich glaube, eine Zeitmaschine ist nicht das, woran ich Interesse hätte. Ich hätte lieber die Möglichkeit, mich zu beamen, um von Ort zu Ort zu kommen. Ich komme ja nicht aus Hannover; eigentlich bin ich aus Trier in Rheinland-Pfalz und das ist schon relativ weit weg. Meine ganze Familie ist dort und die beiden Lebensabschnitte, die beiden Welten, die beiden Orte ein bisschen verbinden zu können: das würde mir sehr gefallen.

Wenn du für einen Tag jemand anders sein könntest, wer würdest du sein wollen und warum?

Es klingt vielleicht etwas kitschig, aber im Moment würde ich will ich überhaupt nicht jemand anderes sein. Jetzt, nach einem Jahr hier an der Schule, gefällt mir das alles total gut und ich habe gerade das Gefühl, ich bin jetzt richtig angekommen.

Wenn du einen Wunsch frei hättest: welcher wäre es?

Im Moment will ich gar nichts ändern. So wie ich mich kenne, würde ich mir etwas für jemand anderen wünschen – etwas für eine andere Person.

Was ist dein Lebensmotto?

Für mich ist das Glas mindestens immer halb voll.

Was möchtest du den Schülern mit auf den Weg geben?

Als Schüler denkt man oft „Wozu brauch ich das eigentlich noch mal?”. Ich finde es jedoch auch toll, dass man in der Schule so vielen Dingen begegnet und dann nicht immer alles genau das ist, wofür ich mich gerade interessiere, aber man begegnet so vielen Sachen und man lernt so viel kennen: das ist, glaube ich, auch eine ganz tolle Zeit, wo man einfach rausfinden kann, was einen persönlich interessiert. Ich glaube, es lohnt sich, wenn man da geduldig ist mit sich selbst und offen für neue Sachen ist. Und die Schulzeit auch genießen kann.


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