Lehrerinterviews

Lars Wrigge „Harmoniebestrebt und gelassen Lehrer sein“

Ein Lehrerinterview von Ronja und Lisa. 

Was wolltest du als Kind werden?

Ganz genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich glaube ich wollte tatsächlich mal Förster werden. Das ist auch meine einzige Erinnerung die ich habe, denn etwas das ich seit Kindheitszeiten werden wollte, hatte ich nie.

Als einen Förster bezeichnet man jemanden, der mit der Verwaltung und Bewirtschaftung des Waldes betraut wird und dort die Leitung übernimmt. Ein Förster befasst sich mit der nachhaltigen Nutzung des Waldes sowie des darin vorkommendes Wildes.

In welchen Schulfächern warst du früher gut?

Tatsächlich war ich früher in den Fächern gut die ich heute auch unterrichte, Bio und Sport.
Deutsch und Kunst lagen mir zudem auch gut. Andere Fächer waren dann immer wechselnd Erfolgreich.

Welches Schulfach mochtest du besonders gern?

Ich denke man ist in den Fächern gut in denen man besonderes Interesse zeigt, denn wenn man das Fach mag und es einem Spaß macht, bringt man sich auch mehr ein und ist dadurch automatisch besser. Ansonsten ist sowas ja auch Lehrer- oder Themenabhängig.

Wo und wie lange hast du studiert?

Ich habe in Hannover studiert. Da ich neben dem Studium gearbeitet hab, lag manchmal der Fokus eher auf dem Arbeiten und dadurch hat sich das Studium in die Länge gezogen. Ich habe eher überdurchschnittlich lange studiert.

Hannover bietet ein weites Spektrum an Möglichkeiten zum Studieren. Die meisten Studiengänge bietet die Leibniz Universität. Es gibt jedoch weitere Hochschulen für die Bereiche Medizin, Wirtschaft, Musik, Theater, Medien und auch Tiermedizin. Dies sind jedoch noch nicht alle Bereiche die die Hannoverschen Hochschulen abdecken.

Denkst du, du bist ein guter Lehrer bzw. was denkst du wie dich die Schüler wahrnehmen?

Schwere Frage. Ich frage selbst Schüler nie, wie diese sich selbst einschätzen, da ich das relativ schwer finde, zu beantworten. Ich versuche selbst, ein guter Lehrer zu sein und dabei den Blick beim Wesentliche zu behalten. Ich finde man sollte sich nicht eine „Fachbrille“ aufsetzen sondern auch beachten, dass die Schüler neben der Schule auch noch andere Dinge zu schaffen haben. Etwas Gelassenheit bei der Sache ist schon wichtig.

Unterrichtest du lieber in der Sek I oder Sek II?

(Die Sekundarstufe I umfasst die Klassen von 5-10 und die Sekundarstufe II die Klassen von 11-13.)
Ich finde den Austausch zwischen mir und den Sek II Schülern sehr angenehm. Wenn ich mich entscheiden müsste zwischen beiden, würde ich die Sek II bevorzugen. Trotzdem unterrichte ich auch gerne in der Sek I.

Wenn wir Schüler die Schule verlassen, was möchtest du uns mit auf den Weg geben, neben dem allgemeinen Unterrichtsstoff?

Klar, man muss gewisse Strategien entwickeln wie man Aufgaben bewältigt und am Ball bleibt. Jedoch würde ich den Fokus nicht auf dem Fachlichen lassen, sondern die Selbstorganisation zum Lösen von Problemen sehe ich als sehr wichtig an.

Wenn du eines auf der Welt ändern könntest, was wäre das?

Wenn man sich selbst nicht mehr als allzu wichtig sieht und den Blick über den Tellerrand wagt, das würde uns allen gut tun. Ich denke, dass ist ein Thema, welches man überall gut hineininterpretieren kann.

Was ist das Beste daran, älter zu werden?

Man wird definitiv entspannter, dass ist sehr angenehm. Ich selbst bin nicht mehr so verkniffen darauf, neue Freunde zu finden oder Freundschaften aufrecht zu halten. Man hat seinen Freundeskreis und sieht nicht mehr alles so kritisch. Man akzeptiert sich in vielerlei Hinsicht mehr und das erleichtert so einiges.

Was fällt dir schwerer als anderen?

Ich bin sehr harmoniebestrebt. Ich schiebe gerne die kritischen Gespräche auf, bis es nicht mehr geht. Ich führe sowas nicht gerne, da tue ich mich schwer. Klare Ansagen zu machen, dass können andere mit Sicherheit besser.

Was war das Beste, dass dir heute passiert ist?

Heute ist tatsächlich noch nicht viel passiert. Ich erfreue mich über den Sonnenschein und ich würde fast sagen, dass angenehme Gespräch mit euch.

Frühaufsteher oder Morgenmuffel?

Eher keins von beiden. Ich schlafe gerne länger, wenn mein Sohn dies zulässt, aber wenn ich in der Früh aufstehe, bin ich nicht schlecht gelaunt. Ich gehe es zwar morgens ruhig an, bin aber relativ schnell wach.

Wenn du ein Superheld wärst, welche zwei Superkräfte hättest du?

Wahrscheinlich fliegen und unsichtbar sein können. Etwas anderes Interessanteres fällt mir nicht ein.


Passend dazu: Wenn du einen Tag unsichtbar wärst, was würdest du tun?

Ich will Gespräche von anderen tatsächlich gar nicht hören. Ich würde etwas Gutes tun für die Welt. Ich würde versuchen, etwas zu bewegen. Die Welt ein Stückchen besser machen.

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