„Wir können nicht mehr“

Stellt euch vor,
die Straßen zertrümmert.
Kein Kaffee am Kröpcke,
die Uhr verschwunden.

Das neue Rathaus zerstört,
gutes Land, schlechtes Land,
das hin und her,
ich kann nicht mehr.

In Herrenhausen nur Schutt,
der Hauptbahnhof leer.
Der Maschsee versifft.

Keiner pflegt die Tiere im Zoo.
Niemand schaut bei Kestner vorbei.
Das Sprengelmuseum wird zum Bunker.
Kein schönes Land im Landesmuseum.

Wir suchen Schutz,
die Haltestellen überfüllt,
wo sollen wir hin,
kein Zug kommt für uns.

Aufwachen, Morgenroutine,
ohne Sorgen- gibt es nicht.
Schulische Bildung gibt´s nicht mehr.

Arbeiten wie ein Knecht,
kein Geld dafür.
Was mach ich da?
Wie rett´ich sie nur?

Familien zerstören,
ewige Kälte bleibt im Herzen.
Wer sind wir nun?

Ich sehe fießendes Blut,
kalte Wahrheiten,
wo ist das Krankenhaus,
wenn ich sie rette,
dann rett´ich auch mich.

Meine Mutter,
Blut- fließt, wie schmelzende Butter.
Ich kann nicht seh´n.
Mein Herz es schmerzt.

Wir kommen zum Ende.
Wir beten zu Gott.
Hilf uns,
wir können nicht mehr.

Text: Kristina Mhitarjan (11/6)

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