Ein Interview von Mikko und Julian.
Danke, dass du dir Zeit nimmst. Magst du dich kurz vorstellen?
Hallo, ich heiße Julia Fecht und bin seit knapp zwei Jahren an der IGS Roderbruch mit den Fächern Biologie, Chemie und Naturwissenschaften. Ich bin verheiratet und habe einen neunjährigen Sohn.
Was wolltest du als Kind unbedingt werden?
Als Kind wollte ich entweder (Tier-)Forscherin werden oder Tierärztin.
Wie bist du am Ende beim Lehramt gelandet? Gab es einen Schlüsselmoment?
Ich konnte mir schon immer gut vorstellen zu unterrichten. Ich hatte Spaß daran, anderen etwas zu erklären und fand es toll, wenn sie es dadurch verstanden haben. Zudem konnte ich mich schon immer für Naturwissenschaften begeistern.
In welchen Fächern warst du früher selbst stark? Sind das auch die Fächer, die du heute unterrichtest?
Biologie war schon immer mein Lieblingsfach und auch Mathe habe ich gemocht. Genauso Physik und Chemie. Ich hatte dann Bio, Mathe und Chemie als Leistungskurse und war tatsächlich ganz gut darin. Mir lag aber auch das Fach Deutsch.
Warum genau diese Fächer?
Ich finde es spannend, mir die Naturphänomene durch die Naturwissenschaft zu erklären, liebe die Natur und mag gerne Logik und Rätsel. Zudem bin ich ziemlich neugierig.
Was fasziniert dich daran bis heute? Was findest du an deinem Beruf richtig gut und was nervt dich manchmal ganz ehrlich?
Das gleiche wie vorher, zudem finde ich spannend, was sich die Natur alles hat einfallen lassen. Am Beruf finde ich die Abwechslung toll, man kann sich kreativ austoben, hat viel Kontakt zu Menschen und kann sehen, wie sich Kinder entwickeln. Am meisten nerven mich laute Klassen und das Korrigieren von Tests und Klausuren.
Welchen Tipp gibst du deinen Schüler:innen immer wieder?
Ich glaube, ich weisen am meisten darauf hin, dass man sich die Aufgaben genau durchlesen soll. Viele Fragen klären sich dadurch von selbst.
Gibt es eine Situation mit einer Klasse, an die du dich besonders gern erinnerst?
Ein tolles Erlebnis war es, zum ersten Mal mit meiner jetzigen Klasse in den Klettergarten zu gehen. Zu sehen, wie sie sich gegenseitig unterstützten und anfeuerten, war wirklich toll. Dadurch hatten auch ängstliche Schüler*innen den Mut, einen schwierigen Parcours zu meistern.
Wie würdest du dich in drei Worten beschreiben? Was machst du am liebsten in deiner Freizeit, wenn Schule mal keine Rolle spielt?
Ehrgeizig, reflektiert und empathisch. In meiner Freizeit bin ich am liebsten mit meiner Familie und meinem Hund in der Natur oder spiele Gesellschaftsspiele.
Welche Sache über dich würde deine Schüler:innen vermutlich überraschen?
Bevor ich angefangen habe Lehramt zu studieren, habe ich drei Jahre Medizin studiert und dann abgebrochen, weil ich nicht mit ganzem Herzen dabei war.
Was wünschst du dir, dass deine Schüler:innen später einmal über dich sagen?
Ich würde mich freuen, wenn die Schüler:innen über mich sagen, dass ihnen mein Unterricht Spaß gemacht hat und sie viel von mir gelernt haben, und zwar nicht nur fachlich.
Welchen Rat würdest du Jugendlichen heute geben, der ab morgen wirklich etwas verändern kann?
Es bringt nichts, sich über Sachen aufzuregen, die man nicht ändern kann. Die Energie sollte man lieber auf die Dinge richten, bei denen man etwas verändern kann und will.
