Mehr als nur Mutter.

Meine Mutter ist eine liebe Frau, sie hilft jedem ganz genau. Auch wenn jemand schlecht zu ihr ist, bleibt sie freundlich, so wie sie ist.

Sie hat vier Kinder, das Haus ist laut, doch sie bleibt stark, weil sie uns vertraut. Sie ist gut, doch sie ist streng, bei Regeln macht sie keine Ausnahme.

Wenn sie etwas wichtig findet, wird nicht diskutiert, es endet. Sie sorgt sich viel, manchmal zu sehr, denkt bei kleinem gleich an mehr.

Ein Kratzen im Hals, und sie fragt sofort: „Geht’s dir gut, Irem?“ Mit anderen streitet sie fast nie, doch mit uns schon, irgendwie.

Weil wir ihre Kinder sind, und wir für sie das Wichtigste sind. Sie sagt nicht oft, wie viel sie trägt, doch man merkt es, wenn sie sich bewegt.

Und wenn ich sie in einem Satz beschreibe, dann ist sie die Kraft, die uns zusammenhält.

Meine Mutter ist eine starke und gerechte Frau. Sie versucht immer, das Beste für ihre Kinder zu geben, und hat vier Kinder großgezogen. Sie ist in manchen Dingen streng, damit wir Verantwortung lernen, und gleichzeitig locker, damit wir unser Leben genießen. Sie hat schon viel erlebt, aber sie versucht immer, ihren Alltag zu organisieren und uns ein gutes Leben zu ermöglichen. Ich bewundere sie dafür, wie sie alles schafft und trotzdem versucht, für jeden von uns gerecht zu sein.

Mama, wenn du dich beschreiben müsstest, ohne zu sagen, dass du Mutter bist, wer bist du?

Ich glaube, ich bin jemand, der gerecht sein will und versucht, für andere da zu sein. Ich habe viel erlebt, und manche Dinge haben mich stärker gemacht. Ich bin ein Mensch, der manchmal überfordert ist, aber immer versucht, das Richtige zu tun.

Ich sehe dich oft nur als Mama. Aber du bist ja auch Tochter und hast selbst Eltern.

Ja, das stimmt. Ich liebe meine Eltern sehr. Es ist nicht immer leicht, weit weg von ihnen zu wohnen, aber ich wollte hier mein Leben aufbauen und für euch da sein.

Weißt du noch, wann dir klar wurde, dass Mutterschaft mehr Verantwortung bedeutet?

Ja, als du ein Baby warst. Ich habe gemerkt, dass ich nicht einfach müde sein kann. Ich musste funktionieren, mich kümmern, aufpassen. Du warst ein anstrengendes Baby, und ich habe kaum geschlafen. Da wurde mir klar, dass mein Leben jetzt nicht mehr nur mir gehört.

Ich: Hattest du Angst?

Klar, ich hatte Angst, Fehler zu machen. Niemand erklärt einem, wie alles funktioniert, man lernt unterwegs.

Du bist Hausfrau. Wie war es für dich, alles zu organisieren?

Hausfrau sein heißt nicht, dass man nichts tut. Ich musste alles planen, aufpassen, dass alles klappt, dass jeder bekommt, was er braucht. Manchmal ist es anstrengend, aber es gehört dazu.

Als Kind habe ich das nie richtig gesehen. Für mich war es normal, dass alles funktioniert.

Ja, das merken die meisten Kinder nicht. Es sieht immer einfach aus, aber dahinter steckt viel Arbeit.

Bei manchen Dingen warst du sehr streng. Warum?

Ich wollte nicht deine Freundin sein, ich wollte deine Mutter sein. Ich wollte, dass du Respekt lernst und Verantwortung übernimmst.

Heute bin ich dankbar. Deine Strenge hat mich stark gemacht. Gleichzeitig warst du bei anderen Dingen locker.

Ja, ich wollte, dass du dein Leben genießen kannst und trotzdem wichtige Dinge lernst.

Gab es Erwartungen an dich als Mutter?

Ja, man soll immer geduldig sein, immer ruhig, immer alles im Griff haben. Aber niemand fragt, wie es einem selbst geht.

Wenn du mich mal angeschrien hast, war ich traurig, aber ich war dir nie lange böse. Ich habe gemerkt, dass du gestresst warst.

Das stimmt, manchmal konnte ich nicht anders. Ich bin auch nur ein Mensch.

Was hast du durch uns zurückgestellt?

Zeit für mich, meine Ruhe, spontane Entscheidungen. Ich konnte nicht einfach rausgehen oder machen, worauf ich Lust hatte. Ich musste immer zuerst an euch denken.

Ich bin stolz auf dich. Vier Kinder großzuziehen ist nicht selbstverständlich.

Es war nicht immer leicht, aber ich würde euch trotzdem wieder wählen.

Wann hat Mutterschaft Mut von dir verlangt?

Wenn ich Entscheidungen treffen musste, die schwer waren, die euch vielleicht nicht gefallen haben, aber richtig waren. Oder wenn ich stark sein musste, obwohl ich mich innerlich unsicher gefühlt habe.

Heute verstehe ich vieles besser. Ich vergesse manchmal, dass du das Leben auch zum ersten Mal lebst.

Genau, wir haben keine zweite Chance zum Üben.

Beschreibe Mutterschaft bitte in einem Satz ganz ehrlich, ohne Sprüche.

Mutterschaft heißt, dauerhaft Verantwortung zu tragen, auch an Tagen, an denen man selbst kaum Kraft hat.

Mein Satz über dich: Du bist nicht perfekt, aber du hast immer dein Bestes gegeben und ich merke das heute mehr als früher.

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