Ein Rückblick von Margarete, Aaron, Maja und Emilia
Am Freitag, den 10. Oktober 2025, fand im Haus der Heise-Gruppe eine Podiumsdiskussion statt, in der über das Thema „Digitale Medien als vierte Gewalt“ diskutiert wurde.
Gäste
Das Grußwort hielten Beate Gerold, Geschäftsführerin der Heise Medien, und Thomas Hermann, Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. Weitere Gäste der Podiumsdiskussion waren Ann-Katrin Müller, Politikredakteurin DER SPIEGEL, Dr. Justus von Daniels, Chefredakteur von CORRECTIV, und Dr. Pablo Jost, Kommunikationswissenschaftler am Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Veranstaltung wurde von Moderatorin Milena Neumes geleitet.
Vorstellung
Zu Beginn der Podiumsdiskussion hatte Beate Gerold das Wort und begann mit einem eindrucksvollen Zitat: „Macht entsteht nicht durch Zwang oder Unterordnung, sondern sie entsteht dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam denken und handeln.“ Außerdem betonte sie die Wichtigkeit der Werte in unserer Gesellschaft, die Hannah Arendt verkörpert. Sie sprach auch über die digitale Transformation unserer Zeit und forderte den Zugang zu qualitativ hochwertigen Informationen für alle, auf den auch die späteren Redner eingingen.
Danach übergab sie das Wort an Thomas Hermann, den Bürgermeister von Hannover. Er griff das Thema der Podiumsdiskussion erneut auf, indem er sowohl positive als auch negative Aspekte der digitalen Medien als „vierte Gewalt“ erwähnte.
Wie sich der Journalismus verändert – aus Expertensicht
Die Redner erklärten, dass sich die Medienwelt stark verändert hat. Durch das Internet und die sozialen Netzwerke sind Nachrichten heute viel schneller geworden. Jeder möchte der Erste sein und genau das setzt Journalistinnen und Journalisten unter Druck. Trotzdem bleibe ihre wichtigste Aufgabe, die wirklich wichtigen Informationen herauszufiltern und verständlich zu erklären.
Zudem wurde vor Medien gewarnt, die außerhalb des demokratischen Spektrums stehen. Diese würden eine „alternative Öffentlichkeit“ schaffen und antidemokratische Meinungen stärken. Die Verantwortung, dem entgegenzuwirken, liege vor allem bei den Journalistinnen und Journalisten selbst. Sie müssten genau überlegen, welche Themen sie aufgreifen und wie sie berichten.
Die Medien seien keine eigene „vierte Gewalt“, sondern Teil einer kritischen Öffentlichkeit, die Macht kontrolliert und Fragen stellt.
Formate wie die Tagesschau auf TikTok oder YouTube Shorts werden befürwortet, weil sie versuchen, auch junge Menschen zu erreichen. Trotzdem müsse man aufpassen, sich nicht zu sehr den Regeln sozialer Netzwerke anzupassen, sonst gehe journalistische Tiefe verloren.
Obwohl viele Menschen den Medien noch vertrauen, gibt es wachsenden Medienzynismus. Manche glauben, Medien und Politik würden zusammenarbeiten, um Meinungen zu beeinflussen. Aus diesem Grund müsse der Journalismus ehrlich, klar und transparent bleiben, um Vertrauen zu stärken.
Viele Menschen fühlen sich von großen Medien nicht mehr verstanden, weil dort oft immer dieselben Themen behandelt werden. Lokale Medien spielen deshalb eine wichtige Rolle: Sie berichten über das, was Menschen direkt betrifft, und schaffen echte Orte für Austausch und Begegnung. Für die Zukunft könne das ein Modell sein, um wieder mehr Nähe zu den Menschen und ihren Lebenswelten zu schaffen.









