Globale Perspektiven auf Schulbildung: Entspanntes Lernen in Australien und Schweden

Ein Beitrag von Leo und Anton.

Maarten, ein Austauschschüler, der gerade in Australien für ein Jahr ist, hat uns berichtet, dass die Schule in Australien entspannter sei. Es gibt weniger Prüfungen, und Noten sind nicht so relevant wie in Deutschland. Auch der Unterricht ist oft lockerer, und die Lehrkräfte achten darauf, dass die Schülerinnen und Schüler sich wohlfühlen.

Außerdem gibt es in Australien besondere Fächer, die es in Deutschland nicht gibt. Zum Beispiel wird Meeresbiologie als Fach angeboten. Schüler:innen lernen dabei viel über die Unterwasserwelt, wie Korallenriffe oder Meerestiere. Manchmal gehen sie sogar ans Meer. Das macht den Unterricht spannender und abwechslungsreicher.

Sport spielt ebenfalls eine große Rolle. Viele Schulen bieten Sportarten wie Surfen oder Rugby an. Die Schüler:innen verbringen viel Zeit draußen, was ihnen hilft, Stress abzubauen. 

Ein Schüler aus Klasse 11 berichtet aus Schweden 

Als ich in Schweden war, ist mir etwas echt Spannendes aufgefallen: Die Schulen dort sind total anders als in Deutschland, und auch das Schulklima ist komplett verschieden. Die Schüler:innen wirken viel entspannter und glücklicher, und ich glaube, das liegt daran, wie der Unterricht dort abläuft.

In Schweden arbeiten die Schüler viel in Gruppen, was ich richtig cool fand. Bei uns in Deutschland sitzt man meistens allein an seinem Platz und macht Aufgaben für sich, aber in Schweden war das ganz anders. Wir haben zusammengearbeitet, uns gegenseitig geholfen und so viel mehr Spaß dabeigehabt. Der Unterricht fühlte sich weniger streng an und war trotzdem produktiv.

Auch die Länge des Schultages war anders. In Deutschland dauert die Schule oft bis zu neun Stunden, was echt anstrengend ist. In Schweden hingegen war meistens nach sechs bis sieben Stunden Schluss. Das lag daran, dass sie dort den Stoff anders vermittelt haben. Vieles wurde in Gruppen oder draußen gemacht, statt nur im Klassenraum zu sitzen. Die Schule, die ich besucht habe, hatte großartige Sitzgelegenheiten wie Sofas und Sessel, wo man in Ruhe mit der Gruppe arbeiten konnte. Am Ende der Stunde ging man nochmal kurz in den Klassenraum, um den Lehrer:innen zu zeigen, was man geschafft hat und dann war der Tag oft schon vorbei.

Das Essen war auch viel besser organisiert. In Schweden können alle Schüler:innen in die Cafeteria gehen, nicht nur die Jüngeren, wie es oft in Deutschland der Fall ist. Außerdem war das Essen richtig lecker und gesund, was mir aufgefallen ist.

Die Lehrer:innen in Schweden waren auch anders. Sie waren offener, haben den Stoff entspannter vermittelt und oft über Computer gearbeitet, was ich super fand. Als ich mit ein paar Schülern gesprochen habe, meinten viele, dass sie ihre Schule lieben. Sie wurden respektvoll behandelt, und Sport spielte eine viel größere Rolle. Zum Beispiel gab es Programme, bei denen Sportarten wie Handball gefördert wurden, und sogar Lehrkräfte, die Handball unterrichtet haben.

Sport ist in Schweden allgemein wichtiger. In meiner Klasse sind wir oft zum Strand oder in den Wald gegangen und haben Sport gemacht. Das war ein toller Ausgleich und hat uns geholfen, im Unterricht konzentrierter zu sein. Es gab einfach nicht so viel Druck wie in Deutschland, wo der ganze Tag durchgeplant ist, und Sport oft nur in Doppelstunden abgearbeitet wird.

Ich hatte das Gefühl, dass die Schüler in Schweden insgesamt glücklicher sind, weil der Schulalltag besser aufgeteilt ist. Es wird mehr Wert daraufgelegt, dass man sich wohlfühlt, und das hat mich wirklich beeindruckt.

In Deutschland ist das Schulsystem viel strenger. Es gibt viele Prüfungen, und Noten sind sehr wichtig. Schon nach der 4. Klasse werden die Schüler:innen auf verschiedene Schularten verteilt, was oft für Druck sorgt. Der Unterricht ist meistens theoretisch, und es gibt weniger praktische Fächer wie in Australien oder Schweden. Auch Sport und Freizeit haben in Deutschland nicht so einen hohen Stellenwert. Stattdessen müssen die Schüler:innen viele Stunden in der Schule sitzen und lernen.

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