Wie geht es euch im Lockdown?

Wie viele Kinder und Jugendliche fühlen sich gerade verloren im Lockdown? Niemand weiß das so genau. Das Ganze dauert jetzt schon viel zu lange: Augen zu und durch – das funktioniert schon lange nicht mehr.

Hier erzählen Schülerinnen und Schüler, wie sie ihre Zeugnisse erhalten haben, ob das Distanzlernen für sie realistisch funktioniert und wie sie sich im Lockdown fühlen.

Eine Schülerin, Klasse 7

Bei der Zeugnisausgabe war meine Klasse war in A und B Gruppen aufgeteilt, so dass die beiden Gruppen zu unterschiedlichen Zeiten in die Schule (mit Abstand und Maske) kamen, um ihr Zeugnis im Klassenraum zu bekommen.

Ich persönlich fand es nicht so schön, weil ich endlich nach langer Zeit mal wieder die anderen sah, aber man sich ja nicht wirklich unterhalten konnte. Insgesamt waren wir 15 Minuten im Klassenraum. Ich fand es echt kurz und es war auch blöd für 15 Minuten in der Schule mit dem Bus dorthinzufahren.

Ich habe den Eindruck, dass Corona bzw. die derzeitige Situation sich auf meine Zensuren auswirkt, da wir im mündlichen Bereich nicht wirklich bewertet werden können. Für mich ist es eher positiv keine Tests zu schreiben (oder wenige), aber ich denke für die Lehrer ist das nicht so toll. Mein Zeugnis war eigentlich ganz gut, es stand halt ein langer Text, ob man immer pünktlich und richtig die Aufgaben abgegeben hat. Aber insgesamt ist es schon etwas anders gewesen als die normalen Zeugnise. Meine Zensuren haben sich eher verbessert, da es halt nur auf die Homeschooling Aufgaben bezogen war.

Aber ich würde schon lieber zur Schule gehen 🙂

Eine Schülerin, Klasse 9

Zur Zeugnisausgaben wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, die jeweils zur unterschiedlichen Zeiten zur Schule kommen mussten. Wir haben unsere Zeugnisse nicht in unserem Klassenraum bekommen, sondern in einem anderen, der uns zugewiesen wurde. Da mussten wir uns mit Maske und Abstand hinsetzen; unsere Zeugnisse haben wir sehr schnell bekommen. Wir konnten einen schnellen Blick drauf werfen und kurz mit unseren Lehrern sprechen, wie es läuft mit dem Distanzlernen und nach einer halben Stunde gingen wir wieder nach Hause.

Ich habe mich schon etwas komisch gefühlt in die Schule zu gehen, mein Zeugnis zu holen und gleich wieder zu gehen.

Meine Noten sind besser geworden, aber im Homeschooling ist dennoch alles schwieriger als in der Schule. Im Distanzlernen nehme ich etwas mit, aber ich würde lieber in der Schule lernen mit meinen Lehrern und den Mitschülern, das ist besser als zuhause zu sein und sich online lernen zu müssen.

Meine Lehrer geben auf jeden Fall das Beste, versuchen uns zu unterstützen und geben uns reichlich Aufgaben.

Eine Schülerin, Klasse 9 

Ich habe mein Zeugnis in der Schule gekriegt, doch es war nicht wie üblich. Wir mussten unsere Masken tragen und Abstand voneinander halten. Zudem war nur die Hälfte der Klasse dort. Das war komisch, da wir alle Abstand halten mussten und wir nur für paar Minuten dort waren, um unsere Zeugnisse abzuholen. 

Ich persönlich würde sagen, dass die Situation sich sowohl positiv als auch negativ auf meine Zensuren ausgewirkt hat. Wir konnten unsere Noten nicht wirklich verbessern, aber wenn man in den Videokonferenzen gut mitgearbeitet hat und seine Aufgaben abgeschickt hat, war es nicht schwer sie zu verbessern. 

Für mich sind die Corona-Noten aussagekräftig und sie bilden ab, was ich täglich in der Schule geleistet habe, doch ich kann mir vorstellen, dass viele schlechtere Bewertungen/ Zensuren wegen der aktuellen Situation gekriegt haben. Ich persönlich denke, dass es vielen schwer gefallen ist und sich ihre Leistungen deshalb verschlechtert haben, dennoch kann ich mir auch vorstellen, dass sich viele verbessert haben. 

Die Lehrer machen das Beste aus der Situation, es ist aber schwierig einen guten Rhythmus zu finden in der jetzigen Situation, und finde ich es manchmal schwierig den Unterrichtsstoff zu verstehen. Für mich ist ein „gelungener Distanzunterricht“ wenn ALLE etwas aus dem Unterricht mitnehmen, wenn wir einen Ausgleich zwischen Schule und Freizeit haben. Zudem ist es mir wichtig, dass wir täglichen Kontakt zueinander halten.

Ein Schüler, Klasse 7

Wir wurden in zwei Gruppen (a und b) eingeteilt und haben unsere Zeugnisse in der Klasse bekommen. Ich fühlte mich wegen der Gesamtsituation unwohl und wollte nur noch nach Hause. Ich habe das Gefühl, dass sich die derzeitige Situation sich auf meine Zensuren auswirkt, weil die Lehrer:innen uns nicht von Angesicht zu Angesicht unterstützen können.

igsroschuelerzeitung

Schülerblog der IGS Roderbruch

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