Lehrerinterviews

Susanne Overbeck: „Habt nicht so viel Angst vor der Zukunft.“

Ein Interview von Marie und Helena aus der 9. Klasse.

Liebe Susanne, wie alt bist du?

Ich bin 60 Jahre alt.

Seit wann unterrichtest du an der IGS Roderbruch?

Ich bin 1994 hierher gekommen, habe dann aber zwischendurch an einer Erzieherfachschule tätig, habe dort Erzieher ausgebildet. Ich war auch an verschiedenen Musikschulen und habe Deutschunterricht in Asylbewerberheimen gegeben. Seit 12 Jahren bin ich wieder durchgehend hier.

Welche Fächer unterrichtest du?

Ich unterrichte Deutsch und Musik, habe aber auch eine Zeit lang Latein unterrichtet.

Was machst du in deiner Freizeit?

In der Schulzeit habe ich nicht viel Freizeit. In den Ferien verreise ich sehr gerne. Außerdem fahre ich sehr gerne Fahrrad, auch gerne von der Schule nach Hause. Ansonsten mache ich natürlich gern Musik, aber am allerliebsten lese ich. Ab und zu helfe ich aus und arbeite als Kirchenmusikerin.

Welche Musikstile hörst du gerne?

Ich höre Französische Popmusik, Polnischen Jazz und Spätromantik.

Wer war dein Kindheitsheld?

Ich hatte in meiner Kindheit so eine „Kindergang“ so ähnlich wie die 5 Freunde, deswegen sind meine Kindheitshelden die Romanhelden von Enid Blyton. Ich denke, die waren ein Vorbild.

Welches Fach war früher dein Lieblingsfach und welches Fach mochtest du überhaupt nicht?

Meine Lieblingsfächer waren Deutsch und Musik… Überraschung! In der Oberstufe mochte ich Politik auch noch ganz gerne. Sport, Handarbeiten, Kunst, Biologie, Physik,habe ich gehasst.

Was wolltest du früher mal werden?

Ich wollte von Anfang an Lehrer werden. Das habe ich mit 12 beschlossen und es dann durchgezogen.

Wo und was hast du studiert?

In Hannover Schulmusik und Germanistik und an der FU Berlin dann Germanistik, Musikwissenschaft und Publizistik.

Was gefällt dir am besten an deinem Beruf?

Dass es nie langweilig ist, der Beruf ist sehr vielseitig und interessant. Es gibt keinen grauen Alltag. Außerdem hat man mit Menschen zu tun, jeden Tag passiert etwas anderes, mit dem man nicht gerechnet hat.

Welche Instrumente kannst du spielen?

Studiert habe ich Cello und Klavier, aber inzwischen spiele ich auch Gitarre, Akkordeon, Orgel, alles, was gebraucht wird.

Was inspiriert dich?

Ich laufe einfach gerne durch die Stadt – am liebsten durch Berlin- und gucke, mache Fotos, und zwar lieber als durch die Natur.

Hast du eine Familie?

Ja ,ich bin seit 35 Jahren verheiratet und habe vier Söhne, von denen zwei verheiratet sind, und ein süßes Enkelkind. Die Familie steht bei mir natürlich an 1. Stelle.

Wenn du für einen Tag jemand anders sein könntest, wer würdest du sein wollen?

Mir ist klar geworden, dass ich mit keinem tauschen würde, weil ich mit meinem Leben zufrieden bin und glücklich. Aber wenn ich das könnte und hätte die Chance, dann würde ich gerne einen Tag lang Kultusminister sein und ein paar Entscheidungen anders treffen, als sie von der Landesregierung getroffen werden.

Wenn du einen Wunsch frei hättest, welcher wäre es?

Alle würden sagen Gesundheit, aber davon mal abgesehen: Ich bekomme nach den Sommerferien eine 5.Klasse und ich wünsche mir, dass es gut läuft.

Was ist dein Lebensmotto?

Ein Lebensmotto habe ich eigentlich nicht, aber ich versuche als Christ zu leben und orientiere mich daran, wenn ich mal am Zweifeln bin, wie ich mich verhalten soll, finde ich das eine ganz gute Richtlinie.

Was möchtest du uns Schülern mit auf den Weg geben?

Glaubt nicht alles, was ihr Schwarz auf Weiß geschrieben seht, und habt nicht so viel Angst vor der Zukunft.

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