Lehrerinterviews

Lehrerinterview mit Sophia Venske

Von Lisa und Ronja.

Hallo Sophia, wie wärs, wenn du dich einmal vorstellst?

Ich bin Sophia, ich unterrichte die Fächer Kunst, KOR und AWT.

Was wolltest du als Kind werden?

Als ich während meines Studiums ein altes Freundebuch herausgekramt habe, wo man so hineinschreibt, was man werden möchte, stand da tatsächlich Kunstlehrerin. Das hatte ich aber zuvor tatsächlich vergessen, ich wollte vorher immer sowas werden wie Tierärztin oder auch mal Malerin.

Viele Kinder träumen später einmal Lehrer zu werden oder Polizist. Doch wie viele von ihnen üben letztendlich diesen Beruf aus wenn sie Erwachsen sind, den sie sich als Kind wünschen? https://www.appinio.com/de/blog/studie-zu-traumberufen-berufswünsche-der-kinder-von-heute

In welchen Schulfächern warst du früher besonders gut?

Ich war gut in Sprachen, Deutsch, Englisch und Französisch. Und natürlich in Kunst. Das hat sich ja auch weiter ausgebildet, mein Interesse am Kunstunterricht. Zudem war ich auch gut in gesellschaftlichen Fächern. Aber das stärkste war bei mir natürlich Kunst.

Bist du früher gern zur Schule gegangen?

Ja bin ich, denn die Schulzeit war eine Zeit, wo man täglich seine Freunde gesehen hat und mich haben viele Themen im Unterricht auch echt interessiert. Ich habe es genossen, etwas dazuzulernen und zu merken, wie ich zum Beispiel immer besser in den Sprachen wurde. Das ich die Schulzeit mochte, lag vielleicht auch daran, dass ich später in ein Internat gezogen bin und die Schule mein Zuhause war. Da habe ich sehr gute Erinnerungen dran.

Wenn man das Wort Internat hört, denkt man sofort an strenge Regeln, viel mehr Lernen und schlimme Zimmergenossen. Doch wie steht es eigentlich um Internate in Deutschland und wie beliebt sind sie in der heutigen Zeit noch? https://www.zeit.de/2016/10/internate-privatschulen-krise-veraenderung

Wie war es so, auf dem Internat?

Es kam dazu, als ich in der 8. Klasse schon gerne Kunst gemacht habe und immer nachmittags, vier Mal die Woche, zum Künstlerhaus in Halle gegangen bin, wo es Kunstkurse gab, die eigentlich zur Mappenvorbereitung dienten. Dort habe ich mitgearbeitet und gezeichnet. Danach haben mir meine Eltern von einem Internat mit einer Kunstklasse erzählt und dann wollte ich dahin. Zudem war ich in der Pubertät, es war spannend, etwas Neues zu erleben, weg von den Eltern. Aber über den Wochenenden war ich Zuhause.

Die Kunsthochschule in Halle: https://www.burg-halle.de/

Wo und wann hast du studiert?

Ich habe in Halle studiert, an der Burg Giebichenstein Kunst und evangelischen Religionsunterricht an der Martin Luther Universität. 2007 habe ich angefangen zu studieren. Nach sechs Jahren, also 12 Semestern war ich fertig, also 2013.

Warst du schon immer an der IGS Roderbruch?

Nach meinem Referendariat, ja.

Unterrichtest du lieber in der Sek I oder Sek II?

Ich bin Stammgruppenleiterin in der 8. Klasse. Ich finde, beide Bereiche haben ihre Eigenarten, aber auch Vorteile. Ich unterrichte aber schon gerne in der Sek II, weil ich dort fachlich für mich auch noch viel mitnehme. Erstmal, weil sich dort die Unterrichtsinhalte ständig ändern, gerade in Klasse 12 und 13. Und dass die Schüler eigene Impulse stärker einbringen, finde ich ebenfalls toll.

Worin siehst du die größte Herausforderung mit uns Schülern zu arbeiten?

Es ist schwer, dass man es in erster Linie mit Gruppen zu tun hat, obwohl man gerne jedem Schüler individuell gerecht werden möchte. Das erfordert ja einen ständigen Dialog zwischen Schüler und Lehrer. Das ist einerseits toll an der IGS, aber auch eine Herausforderung.

Findest du das Schulsystem der IGS verbesserungsfähig?

Ich arbeite ja erst seit viereinhalb Jahren hier und es hat gedauert, bis ich das Schulsystem IGS richtig verstanden habe. Da ich gymnasial geprägt bin und ich selbst auf einem Gymnasium war, war es etwas Neues. Jedoch habe ich mit der Zeit immer mehr Vorteile einer IGS erkannt und bin jetzt auch zu einem großem Verfechter der IGS geworden. Also eher nichts verbesserungsfähiges.

Was ist denn nun die bessere Schulform? Mit dieser Frage beschäftigen sich viele Eltern. Klar sagen kann man das nicht, trotzdem bevorzugen viele das Gymnasium. Doch sind Schüler schlauer, nur weil sie auf ein Gymnasium gehen?https://www.zeit.de/2015/49/gymnasium-schulwechsel-realschule-hauptschule- entscheidung-eltern/seite-2

Was fällt dir schwerer als anderen?

Verwaltungsarbeiten. Ich bin nicht gut darin. Das ist eine Sache, die mir nicht bewusst war, wie wichtig sie an einer Schule ist z.B. Listen zu führen oder eine Ordnung herzustellen. Dinge, die man tut, zu dokumentieren, das musste ich mir stark erarbeiten.

Was war das Beste, dass dir heute passiert ist?

Ich hatte heute nur zwei Stunden Unterricht. Die waren angenehm. Viel Spannendes habe ich hier nicht beizutragen.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich bin gerne im Freien, fahre Fahrrad oder so. Hauptsache an der frischen Luft. Außerdem habe ich angefangen zu nähen, stecke da aber noch in den Kinderschuhen. Ich probiere gerne Neues aus.

Wenn du ein Superheld wärst, welche Zwei Superkräfte hättest du?

Ich könnte fliegen. Ich liebe es, einen Überblick zu haben, deshalb wäre das perfekt. Und ich könnte die Zeit anhalten, Dinge verändern und dann schnipsen und alles würde weiterlaufen.

Wenn du für einen Tag unsichtbar wärst, was würdest du tun?

Ob ich das ausnutzen würde? Die Versuchung wäre groß, Mäuschen zu spielen. Menschen zu erleben, wie sie sind, wenn sie sich unbeobachtet fühlen.

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