Antje Koerdt: „Take it easy“

Ein Interview von Avista, Alketa und Güler.

Ich bin Antje Koedt, bin 30 Jahre, ich komme gebürtig aus der Nähe von Dortmund und habe in Osnabrück studiert und hab dann mein Referendariat hier in Hannover gemacht.

Was wolltest du als Kind werden?

Da wollte ich erstmal Apothekerin werden, weil wir eine nette Apothekerin bei uns im Dorf hatten, die fand ich großartig und dann hat es mal hier und da gewechselt, mal Tierärztin usw., das war immer ganz unterschiedlich.

In welchen Schulfächern warst du besonders gut?

In Französisch und Sport, in der Oberstufe waren das meine besten Fächer.

Welches Schulfach mochtest du am meisten und welche nicht?

Am meisten natürlich Französisch und Sport, weil es mir relativ leicht fiel und von Physik und Chemie habe ich mich sehr schnell verabschiedet; das waren Fächer, die mir nicht so lagen.

Was war dein persönlicher Kindheitsheld?

Also ich fand mit meinem Bruder zusammen Dark Wing Duck sehr cool. 

Wie kam es dazu, dass du Lehrerin geworden bist?

Ja, auf Umwegen, also nach dem Abitur wusste ich nicht, was ich machen wollte und dann bin ich erst ins Ausland gegangen und hab verschiedene Praktika gemacht. Ich habe erstmal eine Ausbildung zur Fremdsprachekorrespondentin angefangen, weil ich gerne was mit Fremdsprache machen wollte und das hat zwei Jahre gedauert.

Dann war die Frage: was möchte ich studieren – ich wollte auf jeden Fall studieren und an die Uni gehen, dann gab es zwei Möglichkeiten entweder international Business mit Fremdsprachen oder Lehrerin zu werden.  

Wo und was hast du studiert?

Ich habe in der Uni Osnabrück Englisch und Geschichte studiert und währenddessen war ich auch ein Semester lang in Limerick in Irland.

Welche Fächer unterrichtest du jetzt?

Hauptsächlich Englisch und Geselle. Und in meiner eigenen Klasse unterrichte ich auch KOR.

Wie würdest die deinen Umgang mit den Schülern beschreiben?

Sehr humorvoll, würde ich sagen. Ich versuche immer eine gute Lernatmosphäre zu kreieren, dass man alle mitnimmt und alle mit Spaß dabei sind, das ist mir sehr wichtig, da ich nicht langweilig sein möchte.

Hast du dir dein Beruf so vorgestellt?

Ich glaube nicht, dass man sich das vorher alles vorstellen kann, man kennt zwar die Schule als Schüler, aber man weiß trotzdem nicht, was das für eine Arbeit als Lehrer bedeutet. Das das so umfangreich und umfassend ist, wusste ich nicht.

Worin siehst du die größte Herausforderung bei der Arbeit mit Jugendlichen und Kindern?

Jedem irgendwie gerecht zu werden, denn wenn du eine eigene Klasse hast mit 25 bis 30 Schülern hast und alle kommen aus verschiedenen Hintergründen und Familie und dann alle im Blick zu haben: das ist echt schwierig.

Hattest du noch andere Berufswünsche oder würdest du jetzt noch deinen Beruf ändern?

Nein, würde ich nicht. Wäre ich jetzt keine Lehrerin, würde ich schon darüber nachdenken, ob ich nicht Reisejournalistin werden sollte, weil ich sehr gerne verreise.

Was machst du in deiner Freizeit?

Ich gehe sehr gerne auf Festivals und Konzerte. Ich verreise sehr viel in den Ferien. Und ich besuche ganz gerne meine Nichte und spiele mit ihr.

Welches Buch hat dich am meisten beschäftigt?

Ich habe kein spezielles Buch, aber ich find Thriller sehr gut, die packen mich meistens. Und da zählt zum Beispiel von Stieg Larsson die Trilogie zu Verdammnis, Vergebung und Verblendung dazu.

Bist du eine Serie oder Filmtyp?

Auf jeden Fall ein Serientyp. Sherlock sowieso oder alle möglichen Serien.

Stell dir vor, du hättest plötzlich eine Million Euro, was würdest du als Erstes machen?

Also wenn ich die Zeit hätte, auf jeden Fall reisen und mein nächstes Ziel ist Afrika, aber wenn ich mir aussuchen dürfte, wann und wie lange, dann würde ich sehr gerne nochmal nach Südamerika, Chile und oder Argentinien.

Wie lautet dein Lebensmotto?

„Take it easy“: also mal loslassen können. 

Was ist das Beste daran, älter zu werden?

Ich habe Freiheiten, die ich mir nehmen kann. Das machen zu dürfen was ich möchte, offener zu werden und selbstbewusster – also auch mal sagen zu dürfen „nein, das möchte ich grad nicht“ und mache dann was anderes, das ist dann auch ok so.

Was fällt dir leichter als andere?

Ich kann leicht auf Leute zu gehen und ich komme sehr gut mit unterschiedlichen Menschen klar, das heißt, ich kann mich auf die einlassen und habe selten Menschen erlebt, die unsympathisch sind und mit den ich nichts machen möchte. Also ich finde immer irgendwas, was mir an dem Menschen gefällt.

Wann hast du das letzte Mal etwas völlig Neues ausprobiert?

In den Ferien habe ich neue Leute kennen gelernt, aber auch in Peru war ich wandern mit einer Gruppe, wir waren auch zelten bei -10 Grad und das war was völlig Neues.

Welche Eissorte isst du am liebsten?

Tiramisu und Cookie.

Wie viel Schlaf brauchst du, um ausgeschlafen zu sein?

Optimalerweise neun Stunden, da bin ich dann gut erholt.

Bist du ein Morgenmuffel oder ein Frühaufsteher?

Ich bin ein absoluter Morgenmuffel, die erste Stunde nachdem ich aufgewacht bin, darf man mich nicht stören.

Wenn du ein Superheld wärst, welche zwei besonderen Superkräfte würdest du dann haben?

So beamen können wäre cool oder unsichtbar sein und Mäuschen spielen, das wäre auch interessant.

Wenn du für ein Tag unsichtbar wärst, was würdest du tun?

Ich würde mal gucken, wie es im Weißen Haus zugeht unter Donald Trump. Das würde ich mir mal anschauen.

Die letzte Frage ist: wie war deine Fahrprüfung?

Sehr aufregend, es hat eigentlich alles gepasst und am Ende hat der Prüfer mich gebeten, die Motorhaube aufzumachen. Das habe ich aber am Anfang nicht geschafft, weil ich so aufgeregt war und dann dachte ich schon „Oh Gott, jetzt ist es vorbei“, aber es war nicht vorbei. Es war im Prinzip nur eine Kleinigkeit und dann war es auch OK.

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