Buchrezension „Verdammt starke Liebe – eine wahre Geschichte“

Verdammt Starke Liebe, geschrieben von Lutz Van Dijk und 1991 veröffentlicht, war das Buch, was mich persönlich am meisten berührt hat. Berührt, weil es diese Liebe zwischen zwei homosexuellen jungen Männern, in einer Zeit wo Homosexualität verboten war, tatsächlich gegeben hat. Das Buch spielt im 2. Weltkrieg und erzählt von zwei sich liebende Männer, Stefan K. und Willi G.

Willi ist ein Deutscher Soldat und wird eines Tages an die Front versetzt. Stefan hört einige Monate nichts von Willi, sodass er anfängt sich Sorgen zu machen und ihm einen Liebesbrief schreibt. Dieser Brief wird abgefangen und da Stefan seine Absenderadresse auf dem Umschlag notiert hat, findet man ihn.

Stefan wird gefangen genommen und zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Das Urteil lautet: „politischer Untermensch“ und entsprechend wird er während der Haft unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt und gefoltert. Seine schnellen Lernerfolge am Sprachenlernen retten ihm das Leben, denn so kann er Briefe für andere Gefangene übersetzen und die geschenkten Zigaretten in etwas zum Essen umtauschen. Im Mai 1945 gelingt ihm die Flucht aus einer Haftanstalt in Hamburg.

Das Besondere an diesem Buch ist für mich, das Lutz Van Dijk eine Geschichte gefunden hat, in der über wirkliche Liebe berichtet wird. Das bedeutet, dass auch dann, wenn viel Schlimmes passiert, die Liebe immer im Vordergrund steht.

Stefan K. lebte starb vor einigen Jahren und hinterließ seine Briefe, die 2015 von Lutz van Dijk veröffentlicht wurden: „Endlich den Mut …” – Briefe von Stefan T. Kosinski (1925-2003)“. In diesen Briefen erfährt man, wie es Stefan nach seiner gelungenen Fluchtaktion aus der Haftanstalt ging.

Johanna Junggebauer

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