Eine Geschichte, die auf der Bühne weiterlebt…

Was passiert mit einer Theatergruppe, wenn der Krieg kommt? Unsere Schülerin Olena hat Anton Telbizov gefragt, den Regisseur der Gruppe „Teatromania“. Denn trotz aller Schwierigkeiten fand er die Kraft und den Mut, seine Arbeit in Deutschland, in der Stadt Hannover, fortzusetzen. Hier gründete er im Jahr 2022 eine neue Theatergruppe „Teatromania 2.0“ aus Amateurschauspielern.

Gemeinsam haben sie innerhalb von vier Jahren mehr als 45 Projekte auf die Beine gestellt. Mit diesen offenen und ehrlichen Antworten erhalten Sie einen tieferen Einblick in die Arbeit des Regisseurs und des Theaters und können einen Blick hinter die Kulissen dieser besonderen Welt werfen.

Wie hat die Ausbildung zum Regisseur Ihr Leben beeinflusst?

Fangen wir damit an, dass das Theater eigentlich, wie soll ich sagen, ein großer Organismus ist, den man in Moleküle zerlegen kann. Denn genauso wie unser Körper ist es ein Ganzes, aber es besteht aus vielen kleinen Teilen, aus kleinen Organismen, Molekülen und Atomen. Diese ermöglichen es, ein vollständiges Bild eines Menschen zu erschaffen, seiner Gedanken, seiner Gewohnheiten, seiner Physis und seiner Handlungen.

Und genauso ist es auch im Theater. Wenn man diese faszinierende Welt kennenlernt, beginnt man, das Leben und bestimmte Dinge völlig anders zu betrachten. Denn wenn man eine Figur analysiert, versucht man, bis zum Kern, bis zur Wahrheit vorzudringen. Man beginnt, mit der Psyche der Figur und mit ihrer Physis zu arbeiten. Und das ermöglicht einem, Menschen auf eine ganz andere Weise zu verstehen. Man wird dadurch zu einem Menschen, der andere Menschen mehr akzeptiert, der versucht, sich in andere hineinzuversetzen und das Wesen ihres Verhaltens zu verstehen und so weiter. Deshalb hilft mir das auch sehr im Leben, wenn es darum geht, neue Kontakte zu knüpfen. Man lernt, die Welt, ihre Gesetzmäßigkeiten und auch das Fehlen von Gesetzmäßigkeiten viel umfassender zu betrachten. Das heißt, man beginnt, das Leben selbst philosophischer zu sehen.

Wie entscheidend ist eine Verbindung des Regisseurs mit Schauspielern?

Also, es gibt im Theater einen Begriff, nämlich das „Schleifchen und das Häkchen“ (петелька-крючочек). Und das bezieht sich nicht nur auf die Beziehung zwischen Schauspieler und Schauspieler, sondern auch auf die Beziehung zwischen Regisseur und Schauspieler und umgekehrt, zwischen Schauspieler und Regisseur. Denn auch das ist wieder ein zusammenhängender Organismus.

Im Theater ist alles wichtig: der Regisseur, der Schauspieler, der Zuschauer, das Licht, der Ton, die Kulissen, die Idee und das Stück. Denn nur dann wird das Endergebnis zu dem, was wir uns vorgestellt haben. Wenn etwas davon fehlt, ist das Gesamtbild nicht mehr vollständig. Das ist wie bei unserer DNA: Wenn wir einen einzigen Bestandteil herausnehmen, gibt uns unsere DNA ein Signal, dass in unserem Organismus etwas nicht stimmt. Und genauso ist es auch im Theater. Die Verbindung zwischen Schauspieler und Regisseur ist eine sehr, sehr starke Verbindung.

Würden Sie eine Gruppe von professionellen Schauspielern lieber lehren als Amateure?

Ich würde sehr gerne mit Profis arbeiten, aber wahrscheinlich nur mit solchen Menschen, die meine Schule durchlaufen haben, die die Besonderheiten wirklich verstehen, damit wir auf einer Wellenlänge sind, uns gegenseitig spüren und verstehen und gemeinsam bestimmte Höhen erreichen können. Mit Profis ist es natürlich in gewisser Hinsicht einfacher zu arbeiten, weil sie die Besonderheiten dieses Berufs verstehen.

Aber andererseits arbeite ich lieber mit Amateuren, weil Amateure viel mehr für ihre Sache und ihr Hobby brennen. Und darin liegt ein gewaltiger Unterschied. So wie es damals bei uns in Mariupol war: Die Menschen kamen zu mir und irgendwann konnte ich überhaupt nicht mehr sagen, dass auf der Bühne Amateure standen. Das waren tatsächlich schon Profis, obwohl sie keine professionelle Ausbildung hatten. Und auch hier, bei unserer Gruppe, hat sich beim Publikum bereits die Meinung gebildet, dass auf der Bühne Profis stehen. Und das sagt schon sehr viel aus.

Im Original:

Історія, яка живе на сцені далі…

Ви прочитаєте відповіді на запитання, режисера театру «Театроманія» — Антон Тельбізов. Через війну його діяльності в Маріуполі наступила пауза але попри все знайшов в собі сили і сміливості продовжити своє діло у Німеччині у місті Ганновер. Тут у 2022 році він знайшов новий колектив акторів аматорів «Театроманія 2.0» і зробили разом понад 45 проектів за чотири роки. Тому з цими відвертими відповідями ви поринете глибше у діяльність режисера і театру та заглянете за куліси цього життя.

Як вплинуло на ваше життя навчання на режисера?

Начнём с того что вообще театр он он как знаете как большой организм который можно разложить на молекулы потому, что как наш организм он целостный но он состоит из маленьких деталей, с маленьких организмов молекул и атомов, что позволяет вот создать целостный образ человека и его и мысли и повадки, физику и поступки.

Вот точно также и театры, когда ты узнаешь вот этот удивительный мир, ты уже к жизни и к каким-то вещам относишься совершенно по-другому потому, что когда ты разбираешь образ ты докапываешься до сути, до истины ты начинаешь работать с психикой персонажа, с его физикой и это позволяет тебе понимать человека совершенно по-другому, ты больше становишься таким человеком который принимает другого человека, который разбирается в другом человеке, который понимает суть его поведения ну и тд. тп., поэтому в жизни мне это очень помогает при налаживании каких-то новых контактов, более широко смотреть на мир на его закономерность на его отсутствие закономерности то есть ты начинаешь больше философски относиться к самой жизни

Наскільки важливий звʼязок режисера та акторів у театрі?

Значит так, есть такое понятие в театре, как петелька крючочек и это относится не только по отношению актёра к актёру, также режиссёра к актёру, актёра к режиссёру потому, что это опять же целостный организм.

В театре важко все, важен режиссёр и актёр и зритель и свет и звук декорации и идея и пьеса потому, что тогда конечный результат становится таким которым мы его придумали, а то если что-то выпадает это уже не полная картина.

Как наша ДНК если мы какую-то одну составляющую выкинем, тогда у нас на нашей ДНК начинает давать нам сигнал, что что-то в нашем организме не так и точно также в театре, что связь между актёром и режиссёром она очень очень сильная.

Чи хотіли би ви колектив професійний акторів, а не аматорів?

Мне бы очень хотелось работать с профессионалами но только наверно с теми людьми которые прошли мою школу, которые понимают прекрасно особенности по-другому, чтобы мы были на одной волне чтобы мы могли друг друга чувствовать, понимать достигать совместно каких-то высот.

Из профессионалами конечно проще работать в плане того, что люди понимают специфику профессии но с другой стороны с аматорами мне больше нравится работать потому, что аматор больше горят своим делом своим хобби и в этом есть колоссальная разница ,а вот так как было у нас в Мариуполе, что люди приходили ко мне я уже вообще не мог сказать о том, что на сцене аматоры это действительно были уже профессионалы и хотя без образования но хотя и здесь уже с нашей группой у зрителей сложилось мнение об профессионалах на сцене, а это уже многом говорит.

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