Ein Beitrag von Evan, Osman und Luca
Die feste Zusammenarbeit der IGS Roderbruch und der Hannah-Arendt-Tage gibt es seit 2022. Die Teilnehmenden sind die Schüler:innen des Wahlpflichtkurses „Kunst-Politik“ aus dem 11. Jahrgang.
Sie präsentieren ihre eigenen literarischen und politischen Texte, zum Beispiel beim offiziellen Auftakt der Veranstaltungsreihe. Dabei setzen sie sich kreativ mit Arendt und ihren Kernthemen wie Freiheit, Demokratie und gesellschaftlichem Engagement auseinander.

Rückblick auf das letzte Jahr
Im letzten Jahr gab es verschiedene Beiträge zu den Veranstaltungen und Gästen. Schülerinnen des schuleigenen Yellowpost-Blogs führten verschiedene Interviews, darunter mit Belit Onay (Oberbürgermeister von Hannover), zu den Themen Desinformation, Medienkompetenz und demokratische Verantwortung.
Außerdem verfassten Schülerinnen kreative Poetry Slams über gesellschaftliche Rollenbilder, Sexismus und die Sehnsucht nach „starken Männern“. Der Wahlpflichtkurs setzte sich journalistisch mit den Kernthesen von Hannah Arendt auseinander. Zusätzlich begleiteten die Schüler:innen das offizielle städtische Programm direkt vor Ort als junge Reporter.
Zur Partnerschaft der Landeshauptstadt Hannover, des WPK und der IGS Roderbruch haben wir Menschen aus unserer Schule nach Zitaten und nach einem kleinen Einblick hinter die Kulissen der letztjährigen Veranstaltung gefragt.
Ilka Hampe-Ehlers, Oberstufenkoordinatorin der IGS Roderbruch, auf die Frage, was der Schülerschaft die Besuche der Veranstaltungsreihe bringen: „Die Schüler:innen profitieren von kulturellen Angeboten, die man sonst unter Jugendlichen nicht zur Kenntnis nimmt. Zudem kommt man in Kontakt mit verschiedenen Menschen aus Politik und Gesellschaft. Dadurch erweitert sich ihr Bildungshorizont und die gesammelte Erfahrung wird über den YellowPost-Blog an die jüngere Schülerschaft weitergegeben.“
Camie aus dem 12. Jahrgang fasst zusammen: „Bildung ist ein Privileg und eine Konstante in einer sich ständig wandelnden Gesellschaft.“ und Evan aus dem 11. Jahrgang ergänzt „dieser Kurs gibt Schüler:innen die Chance, selbstständig Texte zu erarbeiten sowie Veranstaltungen zu besuchen, was sie in ihrer Freizeit sonst nicht machen würden.“
Die Zusammenarbeit ist von großer Bedeutung für die Schule meint die Kursleiterin Melanie List: „Am Sonntag wählt Hannover und ein Teil meines Kurses ist zum ersten Mal wahlberechtigt. Deshalb reden wir hier nicht über Politik, sondern gehen dahin, wo sie stattfindet. Denn politische Bildung scheitert selten am Interesse der Jugendlichen, sie scheitert an der Gelegenheit. Die meisten meiner Schüler:innen waren vor diesem Kurs nie in einem Saal, in dem Erwachsene ernsthaft über Demokratie streiten. Die Kooperation mit der Stadt Hannover schafft genau diese Gelegenheit und sie kostet fast nichts. Das ist der Punkt, den ich betonen möchte, wenn über Mittel für Demokratiebildung entschieden wird: Es geht hier nicht um Komfort, es geht um Zugang.“
