Ein Beitrag vom WPK Kunst und Politik im Jahrgang 11
Heute sehen wir uns mal das Konzept der Schulnoten an – ein Bereich, der uns alle angeht, sei es, dass wir noch zur Schule gehen, sie gerade verlassen haben oder einfach nur ein Interesse an Bildungsthemen haben. Wir sind uns bewusst, dass Noten eine riesige Rolle in unserem Bildungssystem spielen, aber wie steht es wirklich um ihre Gerechtigkeit und Verlässlichkeit? Zur Theorie: Noten sollten zureichend gültig (valide) sein, personenunabhängig (objektiv) und verlässlich reproduzierbar (reliabel). Sind sie aber nicht – das weiß die Forschung.
Noten als Durchschnitt von Fähigkeiten
Ein wesentliches Problem bei Schulnoten ist, dass sie relativ zum Leistungsstand der Mitschüler einer Klasse oder eines Kurses vergeben werden. Ein Schüler, der in einem Fach in einer Klasse eine 2 erhält, könnte dies aufgrund seiner Leistung im Vergleich zu seinen Klassenkameraden bekommen haben. In einer anderen Klasse mit einem anderen Leistungsniveau der Schüler könnte dieselbe Leistung zu einer anderen Note führen. Daher reflektieren Noten nicht unbedingt die objektive Leistung eines Schülers.
Schulnoten offenbaren kurzzeitige Lernergebnisse und Erfolge. Sie geben jedoch keinen Aufschluss darüber, welche Fortschritte ein Schüler oder eine Schülerin gemacht hat oder über deren tatsächliche Fähigkeiten. Schulnoten werden wissenschaftlichen Kriterien einer fundierten Bewertung nicht gerecht. Da sie teilweise auf informellen Beobachtungen basieren, mangelt es ihnen an Gültigkeit (Validität), Objektivität und Zuverlässigkeit (Reliabilität). Sie bieten also höchstens eine Illusion von Sicherheit.
Es ist eine offene Frage, ob Schulnoten objektiv sind und die Antwort ist eindeutig: Sie sind es nicht. Wenn verschiedene Lehrkräfte dieselben Klassenarbeiten oder Tests bewerten, ergeben sich oft unterschiedliche Noten. Dies ist besonders bemerkenswert, da man annehmen könnte, dass Fächer wie Mathematik objektiver bewertet werden können als etwa ein Deutsch-Aufsatz. Aber auch in Mathematik variieren die Noten für identische Aufgaben, abhängig davon, wie einzelne Lehrkräfte den Lösungsweg bewerten. Lehrkräfte verfügen generell über einen großen Ermessensspielraum bei der Notenvergabe. Sie legen selbst fest, welche Punktzahl zu welcher Note führt. Dies ist bei schriftlichen Prüfungen und Tests einfacher, da hier eher feste Bewertungsschemata angewendet werden können. Bei der Bewertung mündlicher Leistungen und anderer Verhaltensweisen ist dies jedoch komplizierter.
Abseits dieser Spielräume gibt es zahlreiche Faktoren, die Einfluss auf die Notengebung haben können. Studien haben gezeigt, dass die gleichen Arbeiten zu verschiedenen Zeiten von derselben Lehrkraft unterschiedlich bewertet werden können, abhängig von deren Stimmung. Auch die Qualität der vorher korrigierten Arbeiten spielt eine Rolle: Lehrkräfte neigen dazu, nach einer Reihe schlechterer Arbeiten großzügiger zu benoten. Die Intentionen der Lehrkraft beeinflussen ebenfalls die Notenvergabe: Manche benoten strenger, um ihre Klasse anzuspornen, während andere lieber motivierende Noten vergeben.
Der soziale Hintergrund und das Geschlecht der Schülerinnen und Schüler sind ebenfalls relevante Faktoren. Kinder aus Akademikerfamilien erhalten oft bessere Noten als Kinder aus Arbeiterfamilien. Mädchen neigen dazu, durchschnittlich bessere Noten als Jungen zu erhalten. Ein früher behaupteter Einfluss des Namens auf die Noten – mit der Annahme, dass Namen wie Chantal und Kevin zu schlechteren Noten führen – wurde hingegen weitgehend widerlegt.
Es wird deutlich, dass bei der Notenvergabe viele persönliche und soziale Aspekte eine Rolle spielen, was die Frage nach ihrer Objektivität aufwirft.
Hier kommen einige Meinungen zum Thema von Schülerinnen aus Klasse 11:
Was sagen Schulnoten über deine Leistungen und Fähigkeiten aus?
- „Meine Noten sagen nichts über meine Leistungen und Fähigkeiten aus. Noten haben nichts mit Intelligenz oder Dummheit zutun, sondern vielmehr mit Fleiß. Wenn man beispielsweise gut in Mathe ist, aber sich nicht am Unterricht beteiligt, bekommt man eine schlechte Note, obwohl man das Wissen dafür hat.“
- „Noten zeigen, wie gut ich in der Schule bin und wie viel Mühe ich mir gebe. Sie bewerten meine Leistungen.“
- „Noten spiegeln die Leistungen in einem bestimmten Fach wider. Sie zeigen wie gut man die Inhalte im Unterricht verstanden hat und wie gut man sie wiedergeben kann. Die Note spiegelt jedoch nicht vollständig wieder, wie viel Leistung und Arbeit in das spezielle Fach investiert wurde, da dies nur oberflächlich erfasst wird.“
- „In Fächern wie z.B. Mathematik sagen Noten relativ viel aus, da alle ungefähr die gleichen Voraussetzungen und Chancen haben, gute Noten zu erreichen. Wenn man jedoch einen Blick auf das Fach Sport wirft, wird deutlich schnell klar, dass Noten nicht immer so viel über Leistungen aussagen. Manche Menschen sind körperlich einfach nicht dazu in der Lage Bestleistungen zu erreichen, weshalb die Benotung in Sport besser auf einzelne Schüler*innen angepasst werden sollte. Sportnoten sagen weniger über die tatsächliche Leistungsentwicklung einer Person aus, als darüber wie sportlich eine Person von Natur aus nun mal ist.“
- „Noten können auf jeden Fall etwas über deine Mitarbeit oder Klausuren sagen, die du in der Schule schreibst. Dennoch finde ich das Noten nichts über deine Fähigkeiten aussagen, denn selbst wenn du schlecht in der Schule bist, kannst du vieles erreichen. Die Fächer, die in der Schule unterrichtet werden, sind oft nicht für jeden so einfach, vor allem ist es schwer das bestimmte Fach zu lernen, wenn es einen nicht ganz interessiert und es dadurch schwer fällt, sich bestimmten Stoff zu merken. Was ich persönlich nicht mag, ist dass das Beteiligen am Unterricht sehr viel ausmacht. Wenn man schüchterner ist, fällt dies einem auch sehr schwer. Das zieht einen ziemlich runter, mental sowohl wie auch schulisch.“
- „Meiner Ansicht nach sagen Noten nicht viel über Leistungen aus, da Klausuren und Unterrichtsstunden nur Momentaufnahmen sind. Wenn ich ein bestimmtes Thema eigentlich kann, dies allerdings nicht abgefragt wird, dann kann ich diese Fähigkeit nicht richtig präsentieren. Außerdem kann es zu Blackouts oder sonstigem kommen, wodurch meine Leistung beeinträchtigt wird, wofür ich nichts kann.“
- „Meine Meinung dazu ist, dass Noten generell nicht so viel über die Leistungen und Fähigkeiten jeder einzelnen Schülerinnen aussagen. Nur weil man sich zum Beispiel anstrengt, eine gute Leistung zu erbringen um somit eine gute Note zu erhalten, heißt das nicht, dass man in seiner Freizeit auch die Fähigkeit besitzt, in dem Themengebiet besonders begabt zu sein und sich dafür zu interessieren.“
- „Ich bin der Meinung, dass Noten auf jeden Fall etwas über unsere Leistungen und Fähigkeiten Aussagen können. Was die Leistung angeht, sagen Sie aus, wie sehr man sich bemüht und wie zielstrebig man wahrscheinlich ist. Sie sagen aber nicht aus, wie viel eine Person weiß. Das führt auch schon zu den Fähigkeiten. Ich bin stark davon überzeugt, dass man nicht all seine Fähigkeiten und nicht all seinen Wissen in seine Noten mit einbringen kann. Ich finde auch, dass die Noten nicht vollständig, die schulische Intelligenz bestimmen und schon gar nicht die allgemeine Intelligenz. Dafür gibt es mehrere Gründe wie zum Beispiel, dass man vielleicht nicht immer genau weiß, wie man seine Fähigkeiten in seinen Noten einzubringen hat oder auch, dass die Fähigkeiten von einem vielleicht eher in anderen Bereichen liegen.“
- „Noten geben eine quantitative Bewertung meiner Leistung in einem bestimmten Fach. Sie zeigen wie gut beziehungsweise wie schlecht ich etwas verstanden habe. Jedoch umfasst dies nicht alle meine Fähigkeiten oder mein Potenzial. Es gibt viele andere Dinge, die man nicht mit Noten bewerten kann, die auch zum Leben zählen. Deshalb denke ich, dass Noten nicht alle meine Leistungen bewerten kann.“
- „Noten sagen wenig über meine Leistungen und Fähigkeiten aus. Sie sagen nur aus wie diszipliniert und fleißig ich lerne.“
- „Was sagen Noten über mich aus? Nichts. Sie zeigen lediglich, wie sehr ich mich angeblich angestrengt habe oder wie gut ich in diesem Fach bin. Das stimmt so nicht. Ich kann mich in Mathe noch so sehr anstrengen und verstehen, aber in der Arbeit habe ich trotzdem eine 4. Nur weil ich Stärken und Schwächen habe, sagt das nichts über meine Intelligenz aus. Vielleicht bin ich gut in Kunst, aber dafür schlecht in Mathe. Aber bin ich wirklich schlecht in Mathe, oder liegt es an der Methode, wie Lehrer versuchen uns den Unterrichtsstoff beizubringen? Noten werden im Unterricht besprochen, jeder prahlt, wenn er eine gute Note hat, und andere fühlen sich schlecht. Haben Angst, diese Note mit nach Hause zu bringen. Was bringt das Gutes? Nichts. Was erreicht man damit? Angst, nicht genug zu sein, Noten zu verschweigen und zu lügen? Zu verzweifeln? Ich finde, Noten sind kein gut durchdachtes Bewertungssystem, und man sollte sich mehr in die Lage der Schüler hineinversetzen.“
- „Nach meiner Meinung sagen Noten vieles über Leistung und Fähigkeiten aus, je mehr man sich bemüht, Zeit investiert und sich informiert, desto besser können die Noten werden. Leider gibt es immer einen – sozusagen – „Verständnis-Unterschied“ zwischen den Schüler:innen. Damit meine ich, manche beteiligen sich weniger, machen keine Hausaufgaben und lernen nie, jedoch haben diese Schüler:innen immer gute Noten. Das liegt daran, dass sie Aufgaben und Zusammenhänge einfach viel schneller verstehen. Mein bester Freund hatte von der Grundschule bis zu der zehnten Klasse kein einziges Mal gelernt, hatte jedoch trotzdem immer gute Noten. Eine andere Freundin von mir war immer sehr fleißig, hat viel Zeit in lernen und Hausaufgaben investiert, jedoch hatte sie immer durchschnittlich abgeschnitten. Daraus würde ich ziehen, dass man individuell Noten mit dem Verständnis der Schüler:innen vergleichen muss, damit man ihre Leistungen und Fähigkeiten aus machen kann.“
- „Noten zeigen, in welchem Fach man besonders gut ist und was man dort leistet.“
- „Was sagen Noten über mich aus? Nichts. Sie zeigen lediglich, wie sehr ich mich angeblich angestrengt habe oder wie gut ich in diesem Fach bin. Das stimmt so nicht. Ich kann mich in Mathe noch so sehr anstrengen und verstehen, aber in der Arbeit habe ich trotzdem eine 4. Nur weil ich Stärken und Schwächen habe, sagt das nichts über meine Intelligenz aus. Vielleicht bin ich gut in Kunst, aber dafür schlecht in Mathe. Aber bin ich wirklich schlecht in Mathe, oder liegt es an der Methode, wie Lehrer versuchen uns den Unterrichtsstoff beizubringen? Noten werden im Unterricht besprochen, jeder prahlt, wenn er eine gute Note hat, und andere fühlen sich schlecht. Haben Angst, diese Note mit nach Hause zu bringen. Was bringt das Gutes? Nichts. Was erreicht man damit? Angst, nicht genug zu sein, Noten zu verschweigen und zu lügen? Zu verzweifeln? Ich finde, Noten sind kein gut durchdachtes Bewertungssystem, und man sollte sich mehr in die Lage der Schüler hineinversetzen.“
Fühlst du dich durch Noten motiviert, mehr zu lernen?
- „Ich persönlich fühle mich motivierter beim Lernen, wenn ich nicht zufrieden mit meiner Note bin. Ich habe dann das Ziel, mich zu verbessern. Ich habe aber hauptsächlich gute Noten und bin zufrieden, deshalb mache ich nicht so viel, weil ich eh schon gut bin. Ich sehe daher schlechtere Noten als Motivation aber auch als Stressfaktor. Wenn ich mich in einem Fach verschlechtere, setze ich mich unter Druck.“
- „Wenn ich gute Noten bekomme, motiviert mich das, mehr zu lernen und mich zu verbessern. Es motiviert mich auch mehr zu Leistung zu geben.“
- „Ja, Noten können als Belohnungssystem wirken. Wenn die Leistungen anerkannt werden, kann dies sich positiv auf einen auswirken und man ist motiviert mehr Leistung zu erbringen und sich mehr anzustrengen. Jedoch kann dadurch auch der Druck steigen, immer gute Noten erreichen zu wollen, was zu Stress und Belastung führen kann.“
- „Ich persönlich fühle mich motivierter beim Lernen, wenn ich nicht zufrieden mit meiner Note bin. Ich habe dann das Ziel, mich zu verbessern. Ich habe aber hauptsächlich gute Noten und bin zufrieden, deshalb mache ich nicht so viel, weil ich eh schon gut bin. Ich sehe daher schlechtere Noten als Motivation aber auch als Stressfaktor. Wenn ich mich in einem Fach verschlechtere, setze ich mich unter Druck.“
- „Das kommt auf die Noten an. Wenn ich eine gute Note bekomme, motiviert es mich tatsächlich nächstes Mal genauso, wenn nicht sogar besser zu lernen. Sobald ich jedoch eine eher schlechtere Noten bekomme, demotiviert mich dies extrem mehr für dieses Fach zu tun. Dies liegt vermutlich daran, dass ich Angst habe, erneut eine schlechte Note zu erhalten, obwohl ich mir wirklich Mühe gegeben habe.“
- „Wenn ich eine gute Note schreibe (dies muss auch keine 1 sein), fühle ich mich motivierter zu lernen. Vor allem, wenn es ein Fach ist, wo ich schon lange Schwierigkeiten hatte. Ich hatte eine Weile Probleme mit dem Fach Geschichte, es fiel mir schwer sich die ganze Daten und Ereignisse zu merken, jedoch habe ich mich mit dem Problem beschäftigt und gelernt, selbst wenn es schwer fiel da Geschichte mich nicht so ganz anspricht. Ich stand bei einer schlechten 4 und bin momentan auf eine glatte 3 gekommen. Dies hat mich sehr motiviert, mich mehr mit Geschichte zu befassen und bessere Noten zu schreiben. Allerdings ziehen mich schlechte Noten oft runter, und geben mir ein schlechtes Gefühl, das mich dazu bringt unmotiviert zu sein. Natürlich ist es die eigene Schuld, wenn man für eine Arbeit nicht gelernt hat und dadurch eine schlechte Note schreibt, trotzdem zieht es einen aber runter vor allem wenn man gelernt hat und ein gutes Gefühl hatte.“
- „Das kommt total auf die Situation an. Wenn ich eine Note habe, mit der ich nicht gerechnet habe (ich selbst habe mich besser eingeschätzt), dann bin ich unmotivierter zu lernen, da sich das Lernen nicht auszahlt. Wenn man allerdings eine schlechte Note geschrieben hat, dann weiß ich, dass ich mehr tun muss. Allerdings denke ich, dass die „Motivation“ nicht von mir selbst aus kommt, sondern nur die Erwartung anderer Erfüllen soll. Wenn ich eine bessere Note als Erwartet bekomme, dann bin ich meist von mir selbst aus motiviert weiterhin viel für das entsprechende Fach zu tun.“
- „Diese Frage kann ich mit Ja und Nein beantworten. Ich sehe das so, dass man auf der einen Seite vielleicht mehr Ehrgeiz und Willensstärke aufbaut und vor allem auch diese entwickelt, um eine gute Note sowohl mündlich als auch schriftlich zu bekommen, welche dann, wenn man mit viel Freude und Begeisterung gelernt hat, eine gute Endnote von der Lehrkraft erhält. Daher könnte da eine gewisse Motivation sein, mehr und vorallem gerne für die entsprechenden Noten und Fächer zu lernen. Allerdings baut sich bei mir durch Noten auch einen gewissen Leistungsdruck auf, welcher sich bei mir negativ mental und psychisch auswirkt. Ich habe das Gefühl, dass ich 24/7 nur noch für die Schule und für die Klausuren lernen muss, weil ich sonst Angst habe, zu versagen und eine schlechte Note zu schreiben. Da könnte dann auch eine gewisse Unlust und Demotivation entstehen, weil man als Schüler nur das große Lernpensum vor Augen hat und dann oftmals alles aufgeben würde, weil man von dem Lernstress erschlagen wird und nicht weiß, wo man anfangen und aufhören soll.“
- „Oft sagen Lehrer, dass sie einem er die schlechtere Note geben, damit die SchülerInnen mehr motiviert sind, zu lernen. Ab und zu kann das auch stimmen, weil SchülerInnen dadurch ein wenig unter Leistungsdruck stehen können und sich somit mehr bemühen möchten und vielleicht auch müssen. Ich finde trotzdem, dass man sich natürlich über eine gute Note viel mehr freut und dann auch viel mehr Motivation dazu hat weiter zu lernen und sich weiter anzustrengen.“
- „Ich reagiere unterschiedlich auf Noten. Es kommt drauf an, ob es eine gute Note oder eine schlechte Note ist. Oft wenn ich eine gute schreibe, motiviert es mich so weiter zu machen aber wenn es einmal eine schlechtere Note ist, habe ich oft erst mal ein schlechtes Gefühl und verliere diese Motivation. Es kann jedoch auch sein, dass ich durch diese schlechten Noten mehr Motivation bekomme zu lernen und an einem bestimmten Fach mehr zu arbeiten.“
- „Ich fühle mich einerseits durch die Noten motiviert zu lernen, da ich eine gute Leistung bringen möchte. Andererseits fühle ich mich nur motiviert wenn es wirklich wichtig ist Noten sagen wenig über meine Leistungen und Fähigkeiten aus. Sie sagen nur aus wie diszipliniert und fleißig ich lerne.“
- „Für mich persönlich ist das ein sehr bedrückendes Thema. Ich habe früher versucht, immer perfekte Noten zu bekommen, da das so von meinem Vater erwünscht war. Nie wirklich hatte ich das Gefühl gut zu sein, ohne perfekte Noten zu haben. Der Druck von meinem Vater ist mir meist zu Last gekommen und ich habe bemerkt, dass nicht die guten Noten meine Motivation waren, sondern eher die Anerkennung anderer. Das war natürlich nicht richtig. Ich war immer enttäuscht über eine 2, mein 1,1-Schnitt Zeugnis hatte mich etwas wütend gemacht und nie war ich zufrieden. Heute, in der Oberstufe, ist mir nach viel Bedenkzeit alles klar geworden. Gute Noten bringen mir ein Lächeln im Gesicht, durchschnittliche auch. Meine Motivation ist manchmal da, manchmal nicht. Solange ich bestehe, ist es mich recht egal. (PS: mein Vater ist ganz lieb und wir haben uns sehr gern, er will nur, dass ich mit guten Noten das Beste erreiche, deswegen hat er mir früher sehr viel Druck gemacht) :)“
- „Teilweise fühle ich mich motiviert, wenn ich sehe das ich beispielsweise einen Unterkurs habe und diesen Weg kriegen möchte. Dadurch ist es mein Ziel dort besser zu werden. Aber am Ende des Tages ist es nur eine zahl die aussagt wie gut ich in einem fach bin oder auch nicht.“
Hältst du Noten für ein objektives Bewertungssystem?
- „Ich halte Noten für ein sehr objektives Bewertungssystem. Wie schon in der ersten Antwort erwähnt, sagen Noten nichts über die Intelligenz aus. Noten bewerten nur das, was die Schule abfragt und verlangt und nicht dass, was die Schüler:innen interessiert. Manche Fächer sind einfach unwichtig bzw. uninteressant für einige und das Interesse an einem Fach zu bewerten halte ich für sehr objektiv.“
- „Manchmal sind Noten nicht ganz fair, weil sie nicht alles über meine Fähigkeiten erzählen.“
- „Nein, Noten werden oft nicht als vollständig objektives Bewertungssystem betrachtet, da sie von subjektiven Einschätzungen, also von individuellen Meinungen abhängen können und verschiedene Lehrer unterschiedliche Standards haben können. Die persönlichen Vorurteile oder Ansichten der Lehrer, die sie auf die Schüler*innen haben, können die Note beeinflussen, wodurch die Objektivität eingeschränkt wird.“
- „Ich halte Noten für ein sehr objektives Bewertungssystem. Wie schon in der ersten Antwort erwähnt, sagen Noten nichts über die Intelligenz aus. Noten bewerten nur das, was die Schule abfragt und verlangt und nicht dass, was die Schüler:innen interessiert. Manche Fächer sind einfach unwichtig bzw uninteressant für einige und das Interesse an einem Fach zu bewerten halte ich für sehr objektiv.“
- „Noten sind meiner Meinung nach in vielen Fällen kein objektives Bewertungssystem. Sportnoten beispielsweise, sollten, wie vorhin schon gesagt, viel persönlicher auf einzelne Schüler*innen angepasst werden. Wenn es jedoch zu Fächern, wie Mathematik oder Physik kommt sind Noten ein relativ objektives Bewertungssystem, da dort alle ähnliche Chancen haben.“
- „Ob Noten ein objektives Bewertungssystem sind, kann man schwer beantworten. Man kann nicht abstreiten, dass Lehrer unterschwellig Lieblingsschüler haben oder eben solche, die sie nicht mögen. Dass dies in die Noten unterschwellig einfließt, ist nicht zu bestreiten. Dass Lehrer sich über einen stellen und einen bewerten und somit die Zukunft dieser Kinder bestimmen, finde ich weder objektiv noch gerechtfertigt.“
- „Ich befinde mich bei der Aussage so ungefähr in der Mitte, da es komplett auf den Tutor ankommt bzw. die Person, die dich bewertet. Es gibt Tutoren, die dich komplett fair bewerten, auf den Leistungen die du in der Schule tätigst, auch Tutoren die dich sogar ein wenig besser bewerten, um dich zu motivieren, jedoch gibt es aber auch viele die dich nach deren eigenen Meinungen bewerten. Beispielsweise je nachdem, wie du dich benimmst oder auch wie du aussiehst, ob sie dich mögen oder nicht. Ich habe auch schon öfters gehört, dass Schüler meinten, einige Tutoren würden die Noten aus Zufall vergeben oder je nach Laune und Willen (oder auch dass die Tutoren würfeln würden). Dementsprechend kann ich auf die Frage nicht ganz positiv antworten.“
- „Nein, definitiv nicht. Legt man Klausuren mehreren Lehrkräften vor, benoten sie die Leistungen meist unterschiedlich. Ich denke Einerseits liegt dies an dem Eindruck, den die Lehrkraft vom Schüler hat. Andererseits könnte es auch an der Stimmung von der jeweiligen Lehrkraft liegen. Eine Lehrkraft, die zuvor einen guten Test korrigiert hat und als Nächstes einen eher schlechten Test korrigiert, könnte diesen noch schlechter bewerten.“
- „Die Noten sind kein geeignetes Mittel, um eine objektive Rückmeldung über den Lernstand zu geben. Mit den Noten wird nicht der Schüler selbst bewertet, sondern die Note, die der Lehrer einem Schüler gibt, gibt nur den Rang innerhalb der Klasse und den Schülern an. Vorallem aber liegt die Bewertung in einem bestimmten Fach meist allein in der Hand eines einzelnen Lehrers oder einzelnen Lehrerin. Zum Beispiel wird der Schüler von der Lehrkraft X in Mathe mit einer zwei und bei der Lehrkraft Y mit einer fünf bewertet. Ich denke mal, dass die Noten auch zum Teil lehrerabhängig, situativ und somit subjektiv sind. Lehrer geben oftmals ihren Schülern so die Noten, wie sie denken, dass das Kind diese Note verdient hat. Aus meiner Erfahrung hat an meiner alten Schule meine Lehrerin mir zum Beispiel, nur weil ich nicht so gut in Mathe war und Nachhilfe genommen habe, um es besser zu verstehen, dauerhaft immer nur 5en und 6en reingedrückt, weil sie mich, zu meinem wirklich damaligen kritischen Äußerlichen, nicht leiden konnte, weil ich nicht so aussah, wie der Rest der Klasse. Dazu wusste sie nicht, dass ich eine Krankheit seit meiner Kindheit habe, was es mir besonders erschwert, abzunehmen, weil es eben nicht so leicht ist, wie als wenn man alles machen kann und auf nichts Rücksicht nehmen muss. Im Gegensatz zu mir, wurde meine wirklich allerbeste Freundin immer von ihr mit 2en und 3en bewertet, nur weil sie keine Nachhilfe genommen hat und der Klasse vom Äußeren entsprach. Es kann auch sein, dass die exakt gleichen Arbeiten Monate später von der gleichen Lehrkraft, anders bewertet werden.“
- „Der Aussage würde ich schon eher zustimmen. Es hängt jedoch immer von der Perspektive und den Kriterien, die verwendet werden, ab.“
- „Ich persönlich denke nicht, dass das Bewertungssystem objektiv ist. Jeder Mensch hat eine subjektive Meinung über einen anderen und dies kann man als Menschen nicht einfach ausschalten. Deshalb denke ich, dass auch Lehrer immer etwas Subjektives in der Bewertung miteinbeziehen.“
- „Die Idee der Note ist objektives Bewertungssystem. Es kommt jedoch auf die Lehrer an, ob sie diese im Endeffekt wirklich so bewerten. Auch wenn sie auch nur unterbewusst subjektiv bewerten, ist es möglich.“
- „Ob Noten ein objektives Bewertungssystem sind, kann man schwer beantworten. Man kann nicht abstreiten, dass Lehrer unterschwellig Lieblingsschüler haben oder eben solche, die sie nicht mögen. Dass dies in die Noten unterschwellig einfließt, ist nicht zu bestreiten. Dass Lehrer sich über einen stellen und einen bewerten und somit die Zukunft dieser Kinder bestimmen, finde ich weder objektiv noch gerechtfertigt.“
- „Nein, auf jeden Fall subjektiv. So oft wie mir widerfahren ist, wie Lehrer:innen manchen eine bessere Note gegeben haben, weil sie diesen Schüler:in mögen, ist unglaublich. Schlimm finde ich dies nicht, jedoch sollte man als Lehrer alle gleich benoten. Manchmal werde ich mit meinem großen Bruder verglichen, der auch auf dieser Schule war. Er war ein sehr leistungsstarker Schüler, weswegen manche Lehrer das Gleiche von mir erwarten. Da sage ich auch meistens was zu, denn sie sollten mich ja nicht mit ihm vergleichen. Manche Lehrer:innen schenken dir sogar Punkte, z.B. weil du zwar nach einem Bogen bewertet und ausgerechnet nur 10 Punkte hast, insgesamt aber besser warst als der ganze Kurs und deswegen 11 Punkte bekommst. Natürlich gibt es auch Lehrer die komplett mit ihren notierten Werten die Noten ausrechnen, aber die gibt es nicht so oft.“
- „Manchmal finde ich die Noten Bewertungen nicht fair, da oftmals auch nicht gesehen wird was man eigentlich noch so tut für die Noten neben der schule. Außerdem weil sie ab und an nicht zeigen was ich eigentlich kann und wo meine Fähigkeiten stecken.“
Gibt es aus deiner Sicht eine bessere oder faire Alternative zu Noten?
- „Eine gute Alternative zu Noten gibt es, und zwar einen Lernentwicklungsbericht. So werden die Jüngeren Schüler:innen an unserer Schule “bewertet”. Was ich daran gut finde, ist dass dort nicht nur eine Zahl steht. Es wird mehr auf die Entwicklung der Schüler:innen eingegangen und auch, wie viel Spaß das jeweilige Thema ihnen macht. Auf Klausuren können natürlich Rückmeldungen und Randbemerkungen aufgeschrieben werden, die Noten können weggelassen werden.“
- „Ich denke, es gäbe bessere Wege, uns zu bewerten, vielleicht indem man mehr aufzeigt, wie wir uns entwickeln, anstatt nur Zahlen zu verwenden. Zum Beispiel könnten regelmäßige Rückmeldungen und Portfolio-Bewertungen zeigen, wie sich jemand in verschiedenen Fähigkeiten entwickelt, anstatt nur auf Noten zu basieren.“
- „Es gibt alternative Bewertungsmethoden wie beispielsweise Beurteilungen, mündliche Bewertungen oder Selbsteinschätzungen. Dadurch können die individuelle Stärken der Schüler*innen besser reflektiert werden.“
- „Vielleicht könnte man eher mehr Feedback bekommen für seine Arbeit, egal ob praktisch oder schriftlich und weniger eine Benotung. Vielleicht können auch Schüler mehr Feedback geben.“
- „Um jüngeren Schüler:innen den Stress von Noten zu nehmen, könnte man das System von Lernentwicklungsberichten noch bis zur achten oder neunten Klasse weiter führen. Noten sollten erst in den Abschlussklassen und der Oberstufe relevant werden. So könnte man anhand von Abschlusszeugnissen trotzdem noch die schulischen Leistungen schnell überblicken, ohne, dass sich Kinder schon in so jungen Jahren Sorgen über ihre Noten machen müssten. Außerdem sagen LEB sehr viel mehr über schulische Leistungen aus, da es in ihnen bessere Möglichkeiten gibt, innerhalb eines Faches stärken und Schwächen hervorzuheben.“
- „Ich empfinde Noten als eine gute Bewertungsmöglichkeit, jedoch finde ich es wäre fairer wenn man aus den Fächern benotet werden würde, die man beispielsweise selbst wählt und in denen man vollkommen interessiert ist. Ich vermute, dies würde einen mehr motivieren und wäre fairer, als dass alle Schüler das Selbe lernen müssen und daraufhin benotet werden. Das Fach Sport finde ich unfair, da nicht jeder Mensch sportlich ist, nicht jeder Fussball oder Volleyball kann. Nicht jeder hat die Kraft zum Laufen oder Springen über Hindernisse. Wenn Schüler als Hobby eine Sportart haben, die demnächst auch im Sportunterricht befasst wird, haben die einen großen Vorteil und bekommen dementsprechend auch eine gute Note, nicht wie die Schüler die sich damit noch nie befasst haben. Das ist eine Sache, die ich ändern würde, ich würde als Alternative für Noten im Fach Sport einführen, dass man Sport als Wahlpflichtkurs wählen kann und sich die Sportart selbst auswählen kann, dementsprechend könnte man dann auch auf das gewählte Fach benotet werden. Oder man würde Sport als einen Kurs anbieten, denn man sich frei wählen kann, wo man jedoch nicht benotet werden würde.“
- „Eine Idee, die ich aus der Grundschulzeit kenne sind Zeugnistexte. In denen steht beispielsweise, was eine Person schon gut kann und was noch verbessert werden kann etc.“
- „Aus meiner Sicht könnte man zum Beispiel ein digitales Notizbuch einführen, wo Schüler ihre Notizen und Aufgaben in einer digitalen Notizbuch-App organisieren und verwalten können. Lehrer können auf papierlose Systeme umsteigen, bei denen Schüler ihre Aufgaben und Notizen digital einreichen und speichern können. Eine weitere Idee wäre, dass Lehrer einen Klassenblog erstellen, auf dem Schüler ihre Gedanken, Ideen und Aufgaben teilen können. Anstelle von schriftlichen Noten könnten mündliche Prüfungen oder Präsentationen verwendet werden, um das Verständnis der Schüler zu bewerten. Eine letzte Idee wäre, dass Schüler sich gegenseitig Feedback zu ihren Arbeiten geben, anstatt nur von Lehrern bewertet zu werden. Diese Ansätze können eine umfassendere Einschätzung der Leistung einer Person und somit eines Schülers ermöglichen.“
- „Es gibt bestimmt bessere oder fairere Alternativen zu Noten. Vor allem auch Alternativen, die einem ausführlicher erklären, wo man sich genau zu verbessern hat und wie man das vor allem machen kann. An sich finde ich aber das Noten in der Schule ganz praktisch sind. Trotzdem wäre es fairer, einiges anders zu benoten und zu beurteilen. Ein Beispiel dafür wäre, dass es SchülerInnen gibt, die sich nicht so gern melden aus verschiedenen Gründen und da wäre die mündliche Bewertung zum Beispiel nicht so praktisch. Da könnte man z. B. mehr Acht darauf geben, sie eher anders zu bewerten.“
- „Es gibt verschiedene Alternativen für ein faires Bewertungssystem. Zum Beispiel gibt es viele Schüler, die mündlich vielleicht etwas introvertierter sind und dann schriftlich besser abschneiden aber mündlich eine schlechtere Note haben. Da in den meisten Fächern die mündlichen Leistungen mehr zählen, ist so eine Bewertung für mich persönlich unfair für jene Schüler. Man könnte deshalb die mündliche und die schriftliche Leistung gleich stellen in jedem Fach.“
- „Ja, meiner Meinung nach gibt es Alternativen, wie zum Beispiel kompetenzbasierte Bewertungen. Anstatt sich auf Noten zu konzentrieren, können Lehrer die Schüler anhand ihrer Kompetenzen und Fähigkeiten bewerten. Eine Art Arbeitsmappe wäre auch eine Möglichkeit, ähnlich wie im Kunst-LK, in der man alle seine Fortschritte mit Arbeitsblättern etc. sammelt und diese dann den Lehrern abgibt. Dadurch erhalten sie einen besseren Einblick in die Leistungen und die Arbeit der jeweiligen Schüler. Öfter größere Langzeitprojekte wären überschaubarer und würden die Einzelleistungen und die Arbeit einzelner Schüler hervorheben (umfangreiche Präsentationen, Facharbeiten etc.).“
- „Darüber hatte ich nie genau nachgedacht. Ich würde aber vorschlagen, dass die Schüler:innen sich gegenseitig Notenvorschläge geben. Also so, dass die Lehrer die Schüler:innen benoten und die anderen Schüler:innen ihr Einverständnis zu geben müssen. Meist wissen die Schüler:innen untereinander, wer wie viele Punkte verdient hat (und wer nicht).“
- „Ich denke, dass es einige Alternativen gibt. In den ersten Klassen gib es einen Lernentwicklungsbericht. Dort wird dann beschrieben, was du alles leistest und auch wie und ob du etwas verbessern kannst. Ich denke, das Ist auch wichtig, weil eine einzige Zahl zu haben, sagt dir nicht immer, was du geleistet hast.“
- „Ja, meiner Meinung nach gibt es Alternativen, wie zum Beispiel kompetenzbasierte Bewertungen. Anstatt sich auf Noten zu konzentrieren, können Lehrer die Schüler anhand ihrer Kompetenzen und Fähigkeiten bewerten. Eine Art Arbeitsmappe wäre auch eine Möglichkeit, ähnlich wie im Kunst-LK, in der man alle seine Fortschritte mit Arbeitsblättern etc. sammelt und diese dann den Lehrern abgibt. Dadurch erhalten sie einen besseren Einblick in die Leistungen und die Arbeit der jeweiligen Schüler. Öfter größere Langzeitprojekte wären überschaubarer und würden die Einzelleistungen und die Arbeit einzelner Schüler hervorheben (umfangreiche Präsentationen, Facharbeiten etc.).“
In aller Kürze das Wichtigste: Unser Beitrag beleuchtet die Rolle von Schulnoten im Bildungssystem. Es wird die Frage aufgeworfen, wie gerecht und verlässlich Schulnoten tatsächlich sind. Trotz ihrer Bedeutung im Bildungssystem gibt es Bedenken hinsichtlich ihrer Objektivität.
Forschungsergebnisse zu Schulnoten: Forschungen weisen darauf hin, dass Noten nicht immer die objektive Leistung von Schülern reflektieren. Sie können durch subjektive und soziale Faktoren beeinflusst werden, wie die Stimmung der Lehrkraft oder den sozialen Hintergrund der Schüler. Ein Hauptproblem ist, dass Noten oft in Relation zum Leistungsstand der Mitschüler vergeben werden, was zu inkonsistenten Bewertungen führt.
Schülermeinungen: Schülerinnen und Schüler aus Klasse 11 äußern unterschiedliche Ansichten über die Aussagekraft von Noten. Einige sehen Noten als Spiegelbild ihrer Bemühungen und Leistungen in der Schule, während andere sie als unzureichend betrachten, um ihre tatsächlichen Fähigkeiten und Fortschritte zu erfassen. Es gibt auch Meinungsverschiedenheiten darüber, inwieweit Noten als Motivation dienen und ob sie ein objektives Bewertungssystem darstellen.
Alternativen zu Noten: Zum Schluss des Beitrags werden verschiedene Alternativen zu traditionellen Noten vorgeschlagen. Dazu gehören Lernentwicklungsberichte, die mehr auf individuelle Entwicklung eingehen, Feedbacksysteme, die mehr Rückmeldung und weniger Fokus auf Zahlen legen, und kompetenzbasierte Bewertungen, die Schülern helfen, ihre Fähigkeiten besser zu verstehen und zu entwickeln.

Zwischen 1973 und 1977 gab es an der IGS-Roderbruch für die Klassen 1 bis 5 keine Schulnoten.
Dafür gab es sogenannte „Lernzustandsberichte“.
Dort wurde schriftlich festgehalten wie die Lernentwicklung des einzelnen Schülers im laufe des Schuljahres war. Dieses tat man um den Lerndruck auf die Schüler zu verringern, um ein besseres Lernergebnis zu erzielen.
Im nachhinein gesehen hat es mir sehr geholfen und ich bin sehr dankbar das ich dieses damals miterleben durfte.
Das ist noch immer so, Stefan! Ein großes Glück für die Kinder und Lehrkräfte