CORONA. Ich hasse dich.

VON DERYA.

83 Prozent der Jugendlichen halten die Corona-Maßnahmen laut einer Studie der TUI-Stiftung ein. Auch ich gehöre dazu.

Am Anfang meinten sie, dass die Pandemie schnell vorbei ist, aber nun hat schon der zweite Lockdown angefangen und wir sehen kein Ende kommen.

Ich erzähl euch heute etwas über einen normalen Schulalltag im November 2020 während der Corona Pandemie.

Um 07:15 Uhr klingelt mein Wecker und ich wache auf, bevor ich jedoch aufstehe, gehe ich kurz an mein Handy und gucke, was es so Neues gibt. Dann heißt es für mich, mich fertig zu machen für die Schule, also: ins Bad gehen, Zähne putzen Gesicht waschen und umziehen.

Da ich morgens nie frühstücke, weil es mir einfach zu früh ist, bin ich schon um 07:50 Uhr fertig. Bevor ich zur Schule gehe, muss ich noch schnell meine Hefte einpacken und gehe dann los, mein Schulweg dauert nur 5 Minuten, weil ich direkt hinter der Schule wohne. Vor der Schule ziehe ich meine Maske an und am Eingang desinfiziere ich meine Hände.

Bisher war das Coronavirus SARS-CoV-2, welches die Erkrankung COVID-19 auslöst, unbekannt. Die Krankheit trat zuerst in Dezember 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan auf. Das Coronavirus wird durch einer Tröpfcheninfektion verbreitet und der infizierte entwickelt Symptome wie beispielsweise Husten, Fieber, Schnupfen und Störung des Geruchs- und Geschmackssinns.

Besonders gefährdet sind Raucher, ältere Menschen, Vorerkrankte und adipöse Menschen. Insgesamt sind in Niedersachsen 64.504 Menschen daran erkrankt und es gibt 3.047 Todesfälle (Stand : 24.11.2020).

Mittlerweile gibt es weltweit verschiedene Impfstoff-Ansätze, in Deutschland gibt es bereits einen Impfstoff, der muss jedoch noch zugelassen werden. Natürlich haben andere Studien in anderen Länder nach Impfstoffen gesucht und waren erfolgreich, die wurden schon zugelassen, doch die Impfstoffe haben Nebenwirkungen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen, deshalb überlegen viele Menschen, ob sie sich impfen sollen oder nicht. Bei dem Impfstoff werden nicht wie bei den anderen Impfstoffen abgeschwächte Erreger geimpft.

Nach dem Desinfizieren gehe ich zu meinem Spind und hole die Mathesachen. Der Unterricht beginnt um 8:15 Uhr Uhr und endet um 09:45 Uhr. Danach haben wir 20 Minuten Pause. In der Pause sollen wir unsere Masken auch anlassen und versuchen den Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten.

Nach der Pause habe ich Kunst und Medien im Kunstraum. Dort erstellen wir unsere eigenen Figuren, die wir auf Pappe aufmalen sollen, die Figur soll sich bewegen können. Wenn wir damit fertig sind, erstellen wir daraus einen animierten Film. In unserer langen Mittagspause geh ich meistens nach Hause, wenn ich das nicht mache, bleibe ich in der Klasse oder gehe zu Edeka und kaufe mir etwas zu essen. Natürlich alles mit Maske! Mittlerweile dürfen nur 2 Personen aus 2 Haushalten gemeinsam raus (dies gilt nicht in der Schule) und seit Neustem darf nur eine bestimmte Anzahl an Kunden in den Edeka.

Nach 16 Uhr schlendere ich nach Hause und telefoniere mit meinen Großeltern. Sie hatten tatsächlich schon Corona und fanden es nicht so schlimm – denn im Gegensatz zu vielen anderen hatten sie zum Glück keinen schlimmen Verlauf oder Spätfolgen.

Ich gehöre zu den 83 Prozent und halte sämtliche Maßnahmen ein – doch ich finde sie furchtbar.

igsroschuelerzeitung

Schülerblog der IGS Roderbruch

3 Antworten auf „CORONA. Ich hasse dich.

  1. Hallo Derya, hier ist Tom, 53, aus München, Taxifahrer und Risikogruppe. Ich versuche soviel zum Kampf gegen die Pandemie beizutragen, wie ich kann. Ich treffe mich privat nur noch mit ganz wenigen Menschen. Ich trage Maske, wo immer es angebracht ist, ich halte Abstand. In meinem Taxi habe ich eine Trennscheibe aus Plexiglas. Seit die Inzidenz bei uns über 50 gestiegen ist darf kein Fahrgast mehr auf den Beifahrersitz. Ich trage trotz der Abtrennung Maske wenn ich Fahrgäste habe. Ich desinfiziere benutzte Sitze nach jeder Fahrt. Ich lüfte auch nach jeder Fahrt durch. Erst dann nehme ich meine Maske wieder ab.

    Zur Zeit haben wir nur sehr wenige Fahrten. Trotzdem muss ich fast jeden Tag mit Fahrgästen über die Maskenpflicht im Taxi diskutieren. Erst vorgestern wollte eine Frau, die in der S-Bahn auf die Maskenpflicht hingewiesen wurde, mit dem Taxi – OHNE MASKE – nach Hause, um die Maske zu holen. Ich habe ihr dann eine Einwegmaske gegeben. Dann sagte sie, dass sie jetzt ja nicht mehr mit mir fahren muss.

    Warum ich Dir das schreibe? Weil ich es gut finde wie Du – und 83 % der Jugendlichen! – mit Corona umgehst. Und es ist gut zu wissen, dass die große Mehrheit meiner Mitmenschen die Regeln ernst nehmen. Leider wird das Infektionsgeschehen auch von den 17 % Coronaleugnern mitbestimmt. Aber wenn ich höre und lese, wie ernst Ihr jungen Menschen das alles nehmt, macht mir das Mut. Am Ende werden wir alle gemeinsam diese Zeit überstehen. Doch es liegt an Euch die richtigen Lehren daraus zu ziehen. Danke für Deinen Text!

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